Phoenix Hagen kämpft mit Tübingen um Punkte gegen Abstieg

Beim Phoenix- Heimsieg gegen Tübingen überzeugte Zamal Nixon, der hier gegen Branislav Ratkovica und Anatoly Kashirov zum Korb zieht. In den letzten Spielen galt das nicht mehr.
Beim Phoenix- Heimsieg gegen Tübingen überzeugte Zamal Nixon, der hier gegen Branislav Ratkovica und Anatoly Kashirov zum Korb zieht. In den letzten Spielen galt das nicht mehr.
Foto: Kleinrensing
Nur einer von bisher 13 gastierenden Basketball-Bundesligist verließ in dieser Saison das Parkett der Enervie Arena als Verlierer. Samstag tritt Phoenix Hagen bei eben jenen Walter Tigers Tübingen zum Rückspiel an.

Hagen.. Dieses Alleinstellungsmerkmal wird die Raubkatzen von der Schwäbischen Alb fuchsen. Nur einer von bisher 13 gastierenden Basketball-Bundesligisten verließ in dieser Saison das Parkett der Enervie Arena als Verlierer, mit 81:90 unterlagen die Walter Tigers Tübingen am 4. Januar bei Phoenix Hagen. Samstag um 20.30 Uhr in der Tübinger Paul Horn-Arena wird das Team von Trainer Igor Perovic dieses Bild gerade rücken wollen. Zumal der Tabellen-15., mehr noch als die Hagener, trotz des Achtpunkte-Abzugs gegen die TBB Trier keinesfalls gesichert ist. Aber auch Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann warnt: „Sollte Trier doch noch Punkte zurückerhalten, könnte es noch mal eng werden.“

Den Abstiegskampf schon für beendet zu erklären angesichts der Strafe gegen die Trierer, die vor Wochenfrist Insolvenzantrag stellten, davor scheuen die Phoenix-Verantwortlichen aus gutem Grund noch zurück. Zumal Triers Insolvenzverwalter den Abzug von zumindest vier der acht Zähler anfechten will. „Zu sagen, wir sind durch, dafür gibt es mir zu viele Fragezeichen“, sagt Herkelmann, auch Trainer Ingo Freyer betont die Notwendigkeit von noch einigen Siegen. „Wenn das in Tübingen klappt, umso besser“, sagt er.

Spielmacher Nixon wirkt im Aufbau überfordert

Im Hinspiel gelang das Phoenix trotz „Heimnachteil“ - übrigens mit Todd Brown (20 Punkte) und Zamal Nixon (19) als Topwerfern. Seitdem allerdings agieren die Phoenix-Neuzugänge aus dem letzten August bestenfalls wechselhaft, vor allem Spielmacher Nixon wirkt im Aufbau überfordert, trug zudem in den letzten fünf Spielen insgesamt magere zehn Zähler bei und vergab alle 13 Dreierversuche. „Gut trainiert hat er in den letzten Wochen“, sagt Freyer, „in Tübingen kann er im Spiel beweisen, dass er besser ist als zuletzt.“

Was ähnlich auch für Todd Brown, Dino Gregory oder Urule Igbavboa gilt. „Entscheidende Frage wird sein, sind wir mental stark genug und bringen alle ihre Leistung“, sagt Herkelmann, „da gibt es ja einige Kandidaten mit Fragezeichen. Manche boten in einem Spiel die ganze Palette von hop bis top.“ Körperlich fit sind zumindest alle Akteure im Phoenix-Kader, der sich bereits am Freitag auf den Weg macht.

Großer Respekt vor den Tübingern

Ungeachtet des Hinspielsiegs schätzt man die Tübinger in Hagen hoch ein, höher als der Tabellenplatz aussagt. „Mich wundert, dass sie so weit unten stehen“, sagt Herkelmann, „sie haben auf jeder Position einen überragenden Spieler.“ Gerade das Zusammenspiel von Tigers-Spielmacher Branislav Ratkovica und 2,15-m-Center Anatoly Kashirov bereite Phoenix stets Probleme, auch Akteure wie Topscorer Jimmy McKinney, Vladimir Mihailovic oder der reboundstarke Augustine Rubit flößen Respekt ein.

Gegenüber dem Hinspiel ist zudem der lange verletzte Jonathan Wallace wieder dabei, Flügel Michael Cuffee (Augenoperation) dagegen fällt aus. Mit Routinier Aleksandar Nadjfeji und Bogdan Radosavljevic sind auch die deutschen Positionen gut besetzt. „Die sind sehr tief aufgestellt - und stehen doch hinter uns“, sagt Coach Freyer. Gelänge Phoenix am Samstag der neunte Auswärtssieg, würde es auch dabei bleiben.

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