Der Hagener Dominik Spohr ist zurück in der Eliteklasse

Jubel bei Jermain Raffington (links) und Dominik Spohr nach Göttingens Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
Jubel bei Jermain Raffington (links) und Dominik Spohr nach Göttingens Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
Foto: imago
Nach der vergangenen Saison wechselte der Hagener Dominik Spohr vom Bundesliga-Absteiger Gießen zum Zweitligisten BG Göttingen. Mit den Niedersachsen schaffte er es jetzt zurück in die Eliteklasse. Im Sommer will er sich bei Phoenix fit halten - und dann mit neuem Vertrag in Göttingen durchstarten.

Göttingen/Hagen.. Als es darauf ankam, lieferte er seine stärksten Spiele ab. 16 Punkte im Schnitt trug der Hagener Dominik Spohr in der Playoff-Serie bei, als es für die BG Göttingen gegen seinen Ex-Klub Gießen 46ers um den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga ging. Damit hatte der Hagener starken Anteil an der sportlichen Rückkehr der Niedersachsen in die Eliteklasse. Und auch Spohrs „Abstecher“ in die zweitklassige ProA könnte so schnell wieder beendet sein. „Ich habe immer gesagt, dass ich kurz- bis mittelfristig wieder in die Bundesliga will“, sagte der 25-Jährige, dessen Vertrag in Göttingen noch nicht verlängert ist: „Es gab bisher keine Gespräche. In der heißen Phase lag der Fokus ganz auf dem Aufstieg.“

Das hat sich am Wochenende geändert, nachdem sich die „Veilchen“ gegen die Crailsheim Merlins mit einem 83:69-Sieg im Final-Rückspiel (Spohr 12) auch den Zweitliga-Titel sichern konnten. Am Dienstag empfing Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer das Erfolgsteam von Trainer Johan Roijakkers auf dem Balkon des Alten Rathauses, danach feierte man mit den BG-Fans im Park. „Die Freude nach dem Aufstieg war riesig“, beschreibt Spohr, der am Wochenende für den Sommer ins heimatliche Hagen zurückkehren will, die Stimmung beim Meister, „der Rest gegen Crailsheim war dann Kür“.

Holpriger Start in Göttingen

Dabei lief es für den Flügelspieler nach seinem Wechsel von Bundesliga-Absteiger Gießen, mit dem er ein halbes Jahr nur Pleiten erlitten hatte, nach Göttingen im letzten Herbst zunächst nicht nach Wunsch. An neuen Coach und neue Spielphilosophie musste Spohr sich erst gewöhnen. „Es war ein etwas holpriger Start“, sagt der 1,98-m-Mann, „der Trainer hat immer gesagt, am Anfang hätten wir uns gegenseitig nicht verstanden.“ Das änderte sich nach der Weihnachtspause, die es in der ProA noch gibt. Spohr: „Mit dem Beginn der Rückrunde hat es klick gemacht, dann war ich für die Startfünf gesetzt.“

Spohrs Einsatzzeiten steigerten sich, insgesamt vertraute ihm Coach Roijakkers knapp 18 Minuten im Schnitt. Mit durchschnittlich 9,2 Punkten war der Hagener in einem sehr ausgeglichenen Team hinter den vier US-Amerikanern Alex Ruoff, Harper Kamp, Jeramine Mallet und David Godbold fünftbester BG-Werfer. Und beeindruckte vor allem mit einer starken Dreierquote. Mehr als die Hälfte seiner 110 Distanzwürfe in der Hauptrunde verwandelte Spohr, erst in den Play-offs ging dieser Wert etwas auf 47,5 Prozent zurück. Womit er - wie Ex-Phoenix-Teamkollege Chase Griffin (Gotha) - immer noch zu den treffsichersten Zweitliga-Akteuren gehörte. „Wir nehmen nur die Würfe, die gut sind“, erklärt er, „da wir viele gute Spieler haben, muss keiner etwas erzwingen.“

Gern würde Spohr nach der Sommerpause, in der er sich wieder beim Training mit den Phoenix-Talenten fithalten will, deshalb nach Göttingen zurückkehren. „Ich fühle mich hier sehr wohl, diese Mannschaft ist außergewöhnlich“, sagt er. Und ins Basketball-Oberhaus wollte er ja ohnehin zurück.

  • Dominik Spohr, geboren am 24. April 1989, spielte für BG, BBV und Phoenix Hagen. 2007 wurde er mit den Phoenix Juniors deutscher U19-Vizemeister, 2009 stieg er mit Phoenix in die Bundesliga auf. 2012 wechselte er zu den Gießen 46ers, vor Jahresfrist folgte der Wechsel zur BG Göttingen.

 
 

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