Das Ende einer Serie und ein neuer Anlauf

Dirk Nowitzki und Jason Terry (l.) waren beim Sieg der Mavericks gegen Phoenix die Topscorer der Partie.
Dirk Nowitzki und Jason Terry (l.) waren beim Sieg der Mavericks gegen Phoenix die Topscorer der Partie.

Dallas.. Die Milwaukee Bucks haben die Rekordjagd der Dallas Mavericks nach zwölf Siegen in Folge jäh gestoppt. Kein Grund für das Team von Dirk Nowitzki, die Kopf in den Sand zu stecken. Die Mavs starten einfach eine neue Serie.

„Serie? Welche Serie? Nächste Frage!“ – mit dieser Reaktion beendete auch Dallas-Coach Rick Carlisle die Jagt nach dem Klubrekord. Nach zwölf Siegen in Folgen verloren die Mavericks mit dem deutschen Nationalspieler gegen die in dieser Saison durchschnittlichen Bucks aus Milwaukee. Und das, obwohl Dallas das Spiel eigentlich im Griff hatte. „Die Art, wie wir nachgegeben haben, haben wir leider schon zu oft gesehen“, ärgerte sich Trainer Carlisle und fand drastische Worte: „Ich muss wohl ein bisschen härter coachen, die Spieler müssen gewissenhafter werden.“

Die Texaner hatten in der ersten Halbzeit im heimischen American-Airlines-Center schon 20 Punkten Vorsprung, bis die Bucks Mitte des dritten Viertels heiß liefen und vor allem von der Drei-Punkte-Linie kaum zu stoppen waren. Ein 14:0-Lauf der Gäste sorgte für die Wende im Spiel und die Niederlage der Mavericks. Abermals überragte Topscorer Dirk Nowitzki mit 30 Punkte und 7 Rebounds.

Der Würzburger und seine Mannschaft ließen sich nach der Ende der Siegesserie aber nicht beirren, denn die Saison ist noch lang und von Rekorden in der regulären Saison konnte sich bislang noch niemand was kaufen. Einen Titel schon gar nicht. Das wissen vor allem die Mavericks, die in der Spielzeit 2006/07 als bestes Team der Saison (mit dem Franchise-Rekord von 67 Siegen!) in die Playoffs gegangen und dann in der ersten Runde gegen den Underdog Golden State Warriors gescheitert sind.

Nur zwei Tage nach der unnötigen Heimpleite gegen die Bucks besiegten Nowitzki und Co. die Portland Trail Blazers mit 103:98 und zeigten, dass sie auch psychologisch auf der Höhe sind. Vor allem der Deutsche übernahm in der wichtigen Phase der Partie Verantwortung und spielte in MVP-Form. „Ein Layup und zwei Freiwürfe - das ist manchmal alles, was ein Shooter braucht, um in die Gänge zu kommen“, analysierte Nowitzki. „Am Ende habe ich ein paar gute Würfe getroffen.“ Und auch Dallas Trainer klang nach dem Sieg versöhnlicher als noch zwei Tage zuvor. „Es war ein großartiges Finish.“

Gegen die Phoenix Suns brauchten die Mavericks zum Abschluss der siebten Saisonwoche kein überragenden Endspurt und feierten den 14. Sieg in den letzten 15 Spielen. Mit 18 Punkten waren Nowitzki und Jason Terry beim 106:91-Heimsieg gegen die Suns die Topscorer der Partie. Die Begegnung war schon nach vier Minuten entschieden, als die Gäste aus Arizona auf ihren Star und engen Freund von Nowitzki Steve Nash verzichten mussten. Der Aufbauspieler klemmte sich bei einem Zusammenstoß mit dem Center der Mavericks Tyson Chandler einen Nerv im Nacken ein und konnte nicht weiterspielen.

Dallas nutze die Verunsicherung der Suns über das komplette Spiel und ließ den Ball kreisen, nutze Freiräume und erspielte sich viele gute Schusspositionen. „Ich hoffe, Steve geht es gut und er kann bald wieder aufs Feld“, sorgte sich Nowitzki nach dem Spiel um den ehemaligen Mavericks-Spielmacher. „Es war ein verwirrendes Spiel, den beide Teams waren verunsichert nach der Verletzung von Nash. Aber wir hatten ja einen Job zu machen.“ Steve Nash gab noch in der Nacht über seinen Twitteraccount Entwarnung. Ein Rückkehr des Spielmachers wird nicht lange auf sich warten lassen.

Nach sechs Heimspielen in Folge (5 Siege, eine Niederlage) gehen die Mavericks in der kommenden Woche auf Auswärtstour. Am Montag spielen Nowitzki und Co. bei den Miami Heat, die sich mit ihren Superstar-Ensamble wohl gefangen haben. Am Dienstag muss Dallas nach Orlando. Erst am Monday in einer Woche spielen die Mavs dann in Oklahoma City, bevor es dann wieder nach Hause geht.

 
 

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