Spionage-Vorwürfe in der Bundesliga! Dieser Verein soll bei der Konkurrenz geschnüffelt haben

Spionage-Verdacht in der Bundesliga: Landet Eintracht Frankfurt jetzt vor Gericht? (Symbolbild)
Spionage-Verdacht in der Bundesliga: Landet Eintracht Frankfurt jetzt vor Gericht? (Symbolbild)
Foto: dpa

Frankfurt. Gibt es einen handfesten Spionage-Skandal in der Bundesliga? Auf der Jagd nach neuen Spielern soll ein ehemaliger Mitarbeiter von Eintracht Frankfurt in illegale Machenschaften verwickelt gewesen sein. Das berichtet die „Bild“.

Demnach soll der Eintracht-Mitarbeiter den Zugang von Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig zum Datenportal der „International Soccer Bank“ (ISB) genutzt haben. Das Datenunternehmen aus München wolle nun Klage gegen Eintracht Frankfurt erheben.

Spionage-Skandal in der Bundesliga: Das sind die Vorwürfe

Wie die Zeitung berichtet, soll sich der Eintracht-Mitarbeiter die Passwörter von einem New Yorker RB-Mitarbeiter besorgt haben.

Der Zugang soll reichlich genutzt worden sein: Die Rede ist von 5.664 illegalen Zugriffen zwischen August 2017 und Januar 2019. Erst dann soll der Spionage-Skandal aufgeflogen sein.

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Spionage-Vorwürfe in der Bundesliga: Darum geht's

Bundesligisten lassen sich die Dienste des Datenunternehmens einiges kosten: 17.000 Euro sollen es pro Jahr sein. Als Gegenleistung gibt es Informationen über Nachwuchsfußballer aus Europa und Südamerika.

Der Eintracht-Mitarbeiter habe nun mit dem RB-Zugang alle Daten von Spielern einsehen können, für die sich RB Leipzig interessiert hatte. „Wie Leistungs-Bewertungen, Vertragslaufzeiten, Ausstiegsklauseln, Videos. Das ging ins Tiefste“, sagt ISB-Chef Jürgen Kost (53) der „Bild“ (Bezahlinhalt).

Eintracht Frankfurt zieht Konsequenzen

Eintracht-Präsident Peter Fischer sagte gegenüber der Zeitung, dass der Mitarbeiter sofort entlassen worden sei, nachdem die Vereinsführung am 28. März von den Vorgängen erfahren habe.

Fischer ließ verlauten, dass der Verein die Vorwürfe prüfe, betonte aber, dass sich die Eintracht durch die Spionage keinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft habe. Auch RB habe reagiert und den Mitarbeiter aus New York entlassen.

Nach „Bild“-Angaben wolle die ISB vor dem Frankfurter Landgericht Klage erheben und Schadensersatz in sechsstelliger Höhe fordern.

 
 

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