Sky: Verbraucherzentrale warnt vor Kunden-Abzocke und zerrt den Pay-TV-Sender vor Gericht

Die Verbraucherzentrale hat Sky wegen seiner Hotline verklagt. (Symbolbild)
Die Verbraucherzentrale hat Sky wegen seiner Hotline verklagt. (Symbolbild)
Foto: imago

München. Die Verbraucherzentrale hat auf unlautere Methoden von Sky aufmerksam gemacht und ist gegen den Pay-TV-Sender vor Gericht gezogen.

Die Verbraucherschützer haben Sky-Kunden im Vorfeld vor einer Kostenfalle gewarnt. Dabei geht es um Abzocke bei der Kunden-Hotline.

Verbraucherschutz prangert versteckte Kosten bei Sky-Hotline an

Der konkrete Vorwurf der Verbraucherzentrale: Wer sein Abo bei Sky kündigen wollte, wurde zuletzt in einem Schreiben um Rückruf bei einer kostenlosen 0800-Hotline gebeten, um letzte Details der Kündigung zu besprechen.

Da gerieten die Kunden dann an eine Mailbox. Von Band hieß es, dass die Nummer sich geändert habe. Kunden wurden von dort aus an eine 01806-Nummer verwiesen. Was den Sky-Kunden nicht gesagt wurde: Die angegebene Nummer verursachte Kosten.

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Verbraucherschutz verklagt Sky

Wir halten das Vorgehen für rechtswidrig“, sagte Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern und weiter: „Sky erweckt bei seinen Kunden den Eindruck, sie könnten über eine kostenfreie Rufnummer Kontakt aufnehmen.“

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Schon im vergangenen Jahr hatte der Verbraucherschutz Sky deswegen verklagt und vor dem Landgericht München gewonnen. Das Gericht entschied zugunsten der Verbraucher, weil die Kosten die üblichen Telefongebühren übersteigen. Doch der Pay-TV-Sender ging in Berufung.

Neues Urteil vor dem Oberlandesgericht

Am Donnerstag folgte das Urteil vor der nächsten Instanz: Auch das Oberlandesgericht (OLG) hat entschieden, dass Sky keine zusätzlichen Hotline-Gebühren für seine Kunden erheben darf.

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Weil die Rechtslage aus Sicht des Pay-TV-Senders nicht klar sei, sagte der Sky-Anwalt vor Gericht: „Es ist völlig verrückt.“ Es sei nicht eindeutig, was „übliche“ Kosten in Zeiten von Mobil-Flatrates seien.

Am liebsten würde Sky deshalb bis vor den Bundesgerichtshof in Karlsruhe ziehen. Doch das ist nach dem Urteilssprich am Donnerstag unwahrscheinlich. Denn das OLG hat eine weitere Revision nicht zugelassen. (mit dpa)

 
 

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