Jürgen Klinsmann holt zum Rundumschlag aus – „Ganze Scheiße, die erfunden wurde...“

Jürgen Klinsmann hat zum Rundumschlag ausgeholt.
Jürgen Klinsmann hat zum Rundumschlag ausgeholt.
Foto: imago images/Jan Huebner

Jürgen Klinsmann hat sein Traineramt bei Hertha BSC am Dienstag überraschend niedergelegt. Die Fans fühlten sich von ihrem Coach im Stich gelassen.

Einen Tag nach der Bekanntgabe holte Jürgen Klinsmann bei einem kurzfristig eingeplanten Livestream über Facebook zum Rundumschlag gegen seine Kritiker ein, hat einen einen Erklärungsversuch gestartet.

Jürgen Klinsmann wehrt sich gegen Kritiker

Ende November war Jürgen Klinsmann als möglicher Heilsbringer zur Hertha gekommen, zehn Wochen später ist die Beziehung zwischen dem „Big City Club“ und dem einstigen Nationaltrainer schon beendet. Er teilte seinem Team, den Verantwortlichen und den Fans seine überraschende Entscheidung mit. Daraufhin prasselte eine großer Shitstorm auf den 55-Jährigen ein.

Deshalb kündigte er kurzerhand ein Livestream über Facebook an. „Liebe Hertha-Fans, ich bekomme von euch super viele Nachfragen zu meinem Rücktritt als Cheftrainer. Dass es eine Menge Unklarheit und auch Unmut gibt, verstehe ich voll und ganz. Dem will ich mich stellen“, schrieb Klinsmann.

Zunächst hat er seine Hertha-Zeit zusammengefasst und versucht, seinen Rücktritt zu erklären. Es sei ein Entschluss gewesen, der sich über die letzten Wochen entwickelt habe. Das Hauptproblem: die Verteilung der Kompetenzen.

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Klinsmann: „Geld war nie ein Thema“

Klinsmann sei immer wieder in Konflikt mit Manager Michael Preetz gewesen, der in sein Hoheitsgebiet eingegriffen habe. Der Weltmeister pochte auf einen Vertrag, in dem ihm Kompetenzen wie einem Trainer in England zugesprochen würden. Sprich: Trainer und Manger in einem.

Da Hertha jedoch nicht den Eindruck machte, ihm einen solchen Vertrag anzubieten, zog er einen Schlussstrich. Zudem stellte er klar: „Geld war nie ein Thema“. Es soll ein kulturelles Problem gewesen sein. Klinsmann konnte sich mit der deutschen Struktur nicht anfreunden.

Zum Abschluss holte er dann noch einmal zum Rundumschlag aus. Besonders geärgert habe ihn die Meldung über seine abgelaufene Trainer-Lizenz. Klinsmann stellt klar: „Meine Fußball-Lehrer-Lizenz war nie abgelaufen. Die ganze Scheiße, die da erfunden wurde von allen, hätte auch nicht sein müssen.“

+++ Jürgen Klinsmann hört auf – Fans verstehen die Welt nicht mehr: „Wie bitte?“ +++

Zudem wollte er kein Training hinter verschlossenen Türen, sondern lediglich, dass die Journalisten und das Fernsehen nicht das komplette Training der Hertha aufnimmt.

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Wie es mit seiner Position im Aufsichtsrat von Hertha BSC weiter gibt, überließ er dem Verein. Er versprach den Fans aber: „Ich bleibe Hertha-Fan.“ Außerdem sei er fest davon überzeugt, dass Berlin auf einem richtigen Weg ist und nächstes Jahr die europäischen Plätze angreifen kann. (fs)

 
 

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