FC Bayern München: Wende im Torwart-Theater – Flüchtet Neuer vor Nübel?

FC Bayern München: Manuel Neuer und Alexander Nübel streiten sich um den Platz im Tor
FC Bayern München: Manuel Neuer und Alexander Nübel streiten sich um den Platz im Tor
Foto: imago images/Zink

München. Schon wochenlang sorgt der Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern München für Schlagzeilen. Das ganze Theater könnte jetzt eine unerwartete Wendung nehmen.

Manuel Neuer ließ bislang ein klares Bekenntnis zum FC Bayern München vermissen, allerdings betonte er immer wieder, dass er unbedingt alle Spiele machen und keine Matches an Alexander Nübel abtreten wolle. Eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrag schien also nur noch Formsache, sofern Hansi Flick auch weiterhin Cheftrainer bleibt – eine Bedingung, die Neuer daran knüpfte.

FC Bayern München: Juventus Turin an Manuel Neuer interessiert

Die Unklarheiten um die Personalie Neuer haben jetzt offenbar einen europäischen Topklub auf den Plan gerufen.

Wie „France Football“ berichtet, hat Juventus Turin ein Auge auf den Weltmeister geworfen. Die Verantwortlichen des italienischen Rekordmeisters sollen nicht ganz zufrieden mit Stammtorhüter Wojciech Szczesny sein und haben in Gianluigi Buffon einen Ersatzmann, der bereits jenseits der 40 Jahre liegt.

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Mit einer Neuer-Verpflichtung wäre das Problem wohl auf einen Schlag gelöst, denn die Qualität des Nationalmannschafts-Kapitäns ist weiterhin unbestritten. Ob ein Transfer wirklich realisierbar ist, läge bei einem Angebot wohl eher an Neuer als an der Ablösesumme, die die Bayern verlangen würden.

Die 18 Millionen Euro, die der Welttorhüter laut „transfermarkt.de“ wert ist, sind im Vergleich zu den rund 100 Millionen, die der aktuelle Spitzenreiter der Serie A 2018 für Cristiano Ronaldo auf den Tisch legte, überschaubar.

FC Bayern München: Nübel-Transfer birgt Raum für Spekulationen

Es bleibt also spannend in der Torwartfrage beim FC Bayern München. Die Zukunft von Manuel Neuer scheint offener denn je. Ein Wechsel zum italienischen Rekordmeister wäre nicht unbedingt ein Rückschritt.

Zwar dementierte Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine schriftlich festgelegte Einsatzgarantie für Nübel (wir berichteten), doch so wirklich Klarheit herrscht in der Torhüter-Diskussion noch nicht. Es scheint zumindest nicht unmöglich, dass Neuer den „einfachen“ Weg wählen könnte und sich der „alten Dame" anschließt.

Klare Worte von Nübel-Berater Backs

Plötzlich wäre Alexander Nübel, dem viele bereits drei Jahre auf der Ersatzbank voraussagten, dann Stammtorhüter beim deutschen Rekordmeister. Das wäre eine irre Wende!

Zuletzt gab der in die Kritik geratene Nübel-Berater Stefan Backs ein deutliche Statement ab. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich zu Vertragsinhalten nicht äußern werde. Aber es dürfte jedem klar sein, dass Bayern München auch dazu ein schlüssiges Konzept vorgelegt hat, sonst hätte Alex nicht zugesagt“, machte Backs in einem SID-Interview klar (>> Alle Infos hier <<).

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Neuer über Nübel: „Weiß nicht, ob ich so entschieden hätte“

Offen wie selten hinterfragte sogar Manuel Neuer selbst den Nübel-Wechsel an die Säbener Straße. „Er [Nübel, Anm. d. Red.] ist ein sehr guter Torwart, ihm gehört irgendwann die Zukunft. Ich habe mich damals anders entschieden, bin nicht zu einem Verein gegangen, wo ich möglichweise die Nummer 2 werde. Gerade als ich jung war, wollte ich immer spielen. Nübel ist bei Schalke die Nummer 1 und macht seine Spiele. Ich weiß nicht, ob ich so entschieden hätte.“

Auch Bundestrainer Joachim Löw äußerte seine Bedenken: „Wenn ein Spieler mit 20, 21 Jahren zwei oder drei Jahre auf der Bank sitzt, weiß ich nicht, ob das nützlich ist.“

(sts/dso)

 
 

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