FC Bayern München: Robert Lewandowski teilt vor BVB-Kracher gegen eigene Kollegen aus

Robert Lewandowski kritisiert vor dem Duell gegen den BVB seine Kollegen beim FC Bayern München.
Robert Lewandowski kritisiert vor dem Duell gegen den BVB seine Kollegen beim FC Bayern München.
Foto: imago images / Sven Simon

München. Vor dem Kracher zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund ruhen die Hoffnungen des Rekordmeisters vor allem auf Robert Lewandowski.

Der Pole ist in überragender Form, traf bislang in allen (!) zehn Bundesligaspielen. Vor dem Duell gegen den BVB übt der 31-Jährige allerdings in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ schwere Kritik an seinen Kollegen beim FC Bayern München.

FC Bayern München: „Achse aus Neuer und Lewandowski zu wenig“

So bemängelt der Torjäger, dass es im aktuellen Kader nicht genügend Leader gäbe: „Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig“, sagte der Bayern-Star der Zeitung vor dem Duell am Samstagabend gegen den BVB.

Das kann einerseits als Kritik an die Kaderplanung der Verantwortlichen des FC Bayern München gewertet werden. Andererseits spricht er damit aktuell allen Teamkollegen in den anderen Mannschaftsteilen Führungsqualitäten ab.

Die vermisst Lewandowski offenbar in Abwehr und Mittelfeld, trotz großer Namen wie David Alaba, Leon Goretzka oder Philippe Coutinho.

Wie sich der FC Bayern München gegen den BVB schlägt, kannst du hier im Live-Ticker verfolgen >>>

„Das ist unmöglich“

Der 31-Jährige fühlt sich allein gelassen: „Es kann nicht ein Spieler alle führen, das ist zu viel, das ist unmöglich“, erläuterte der Angreifer in der „Süddeutschen Zeitung“.

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Woran Lewandowski seine Kritik festmacht? Es gebe zu wenig Kommandos auf dem Platz. Besonders die jungen Spieler seien zu zurückhaltend. Andere hätten ein Sprachproblem. Doch die Ausrede lässt der Pole nicht gelten. „Ich weiß, dass zwei, drei Monate in einem Land reichen, um Kommandos geben zu können! Das muss man auch erwarten können!“

„Das ist einfach eine andere Kultur“

Schuld gibt der erfahrene Nationalspieler dabei auch den Nachwuchsakademien. Dort würden jungen Spielern „das eigene Denken“ abtrainiert. Für ihn der Grund, warum der Nachwuchs „ein bisschen Angst zu sprechen“ hätte. Möglicherweise aber auch keine Lust, mutmaßt der Bayern-Star.

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„Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur“, so Lewandowski in der Zeitung. Er selbst nehme sich aber angesichts der aktuellen sportlichen Situation nicht komplett aus der Verantwortung.

Ob der Torjäger seine Kollegen nur bei der Ehre packen wollte? Gegen Borussia Dortmund haben sie die Gelegenheit, ihn eines besseren zu belehren.

 
 

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