FC Bayern München: Rummenigge schießt gegen die UEFA – „Keine gute Arbeit“

FC Bayern München: Karl-Heinz Rummenigge ist nicht begeistert von der UEFA.
FC Bayern München: Karl-Heinz Rummenigge ist nicht begeistert von der UEFA.
Foto: imago images/foto2press

München. Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München ist mal wieder im Angriffsmodus. Der Vorstandsboss des Rekordmeisters nimmt sich mit seinen neusten Aussagen die UEFA und deren Handeln im Fall Manchester City zur Brust.

Doch nicht nur das. Der Boss des FC Bayern München fordert außerdem weitreichende Änderungen in Bezug auf das Financial Fairplay.

FC Bayern München: Rummenigge will auf Fans hören

Immerhin einige Monate lang konnte man den Eindruck gewinnen, die UEFA meine es wirklich ernst mit dem Ausschluss von Manchester City aus den europäischen Wettbewerben. Die „Skyblues“ hatten gegen das Financial Fairplay verstoßen und höhere Sponsoreneinnahmen angegeben, als tatsächlich vorhanden waren.

ManCity wollte das Urteil nicht akzeptieren und zog vor den internationalen Sportgerichtshof. Und der kippte die Entscheidung der UEFA mit dem Ergebnis, dass das englische Schwergewicht nun doch im kommenden Jahr in der Champions League starten darf.

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Das ist das Financial Fairplay:

  • Regelwerk zur Klublizenzierung für die Teilnahme an europäischen Wettbewerben
  • Vor zehn Jahren eingeführt
  • Grundsatz: Ausgaben der Vereine müssen durch ausreichende Einnahmen gedeckt werden
  • Häufige Kritik, weil Investoren diese Regelung leicht umgehen könnten

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Nun äußert sich Rummenigge zu der Thematik und bemängelt, dass vor allem das für die Champions League zuständige Gremium der UEFA „keine gute Arbeit“ geleistet habe. „Es war nicht gut vorbereitet, was ich aus verschiedenen Quellen gehört habe“, sagte der 64-Jährige auf einer Pressekonferenz.

Das Problem: Durch das Umgehen der Strafe seitens ManCity ist die Integrität des Financial Fairplays stark beschädigt worden. Rummenigge spricht sich deshalb im selben Atemzug für eine Veränderung der Regeln aus.

„Als wir das Financial Fairplay vor zehn Jahren eingeführt haben, hieß es, dass man nicht mehr Geld ausgeben darf, als man einnimmt. Das sollte man wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Deswegen müssen wir das Financial Fairplay etwas modifizieren“, erklärte er.

Der Bayern-Boss hoffe, dass durch angepasste Regelungen auch wieder zu vernünftige Zahlen im Fußball führen. „Das ist der Wunsch unserer Fans, da müssen wir auf sie hören", sagte der Funktionär.

Bayern gegen City in der Champions League?

Die Aussage über die Fans kommt insofern überraschend, als das sich Rummenigge noch vor wenigen Tagen eher kritisch gegenüber der Fan-Szene geäußert und moniert hatte, insbesondere die Ultras würden viel zu viele Forderungen an den Profi-Fußball stellen. In der Hinsicht scheinen beide Parteien allerdings ausnahmsweise einig.

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Zum Aufeinandertreffen mit Manchester City könnte es für Bayern München im August kommen. Im Finalturnier der Champions League wäre ein Duell im Halbfinale möglich. Zuvor müssen die Bayern das Rückspiel gegen Chelsea (Hinspiel 3:0) und das Viertelfinale gegen Neapel oder Barcelona erfolgreich gestalten. (mh)

 
 

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