FC Bayern München: Rummenigge ätzt gegen Fußball-Fans – mit DIESER befremdlichen Ansage

Karl-Heinz Rummenigge hat mit brisanten Aussagen nicht nur die Fans des FC Bayern München gegen sich aufgebracht.
Karl-Heinz Rummenigge hat mit brisanten Aussagen nicht nur die Fans des FC Bayern München gegen sich aufgebracht.
Foto: imago images / Poolfoto

Karl-Heinz Rummenigge ist offensichtlich nicht nach Sommerurlaub zumute. Der Vorstandsboss des FC Bayern München gab in den vergangenen Tagen mehrere Interviews, bei denen er Fußballfans in ganz Deutschland gegen sich aufbrachte.

Erst behauptete Rummenigge, der FC Bayern München hätte durch seine Transfers noch nie der Konkurrenz schaden wollen. Dann stellte er in einem weiteren Interview äußerst kuriose Thesen über deutsche Fußballfans auf. Aber eins nach dem anderen.

FC Bayern München: Rummenigge lässt Fans toben

Im Gespräch mit „France Football“ hatte Karl-Heinz Rummenigge zunächst die Transferpolitik des FC Bayern München höchst eigenwillig interpretiert, indem er sagte: „Bayern München hat noch nie einen Spieler verpflichtet, um einen seiner Konkurrenten zu schwächen.“

Speziell die Fans von Borussia Dortmund wussten nach dieser Aussage nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Schließlich ging es den Bayern bei den Verpflichtungen von Mario Götze, Robert Lewandowski oder Mats Hummels bestimmt nicht nur darum, den eigenen Kader zu stärken.

Auch die Fans anderer Bundesligisten konnten ihren Augen nicht trauen, als sie das Rummenigge-Zitat lasen. In der Vergangenheit hatten die Bayern viele aufstrebende Youngster geholt, an denen auch die Konkurrenz interessiert war. Gegen die Angebote der Münchner konnte die nationale Konkurrenz sich jedoch nicht durchsetzen. Und was passierte dann mit Jan Schlaudraff, Nils Petersen, Mehdi Madavikia und Co. bei den Bayern? Sie versauerten auf der Bank.

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Rummenigge legt sich mit Ultras an

Die Aufregung um diese Rummenigge-Worte hatte sich noch nicht gelegt, da gingen viele Fans in ganz Deutschland wegen anderer Aussagen des Bayern-Bosses auf die Barrikaden. Der 64-Jährige kritisierte im Gespräch mit „Sport Bild“ die Initiative „Unser Fußball“, in der Fans sich für ein faires Fußball-Geschäft einsetzen.

Unter anderem fordern die Fans eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder – auch auf europäischer Ebene. Dass Rummenigge als Vertreter des erfolgreichsten deutschen Vereins gerne den Status Quo beibehalten will – daraus macht er ebenso wenig ein Geheimnis wie aus der Tatsache, was er von Ultras im Allgemeinen hält.

„Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder“, so Rummenigge: „Aber wenn ich immer nur fordere, aber nie bereit bin, Pflichten und auch Verantwortung zu übernehmen, endet das in einer Einbahnstraße.“

Von welchen Ultra-Gruppierungen Rummenigge hier spricht, ist unklar. Denn speziell die Ultras seines FC Bayern München ziehen sich seit jeher nicht aus der Verantwortung, sondern setzen sich vorbildlich für verschiedene soziale Projekte ein.

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„Fußball gehört nicht den Fans“

Rummenigge geht sogar noch einen Schritt weiter und kritisiert den Namen der Initiative „Unser Fußball“: „Ich finde, der Name ist etwas anmaßend. Wem gehört der Fußball? Am ehesten noch denen, die ihn spielen - egal, auf welchem Niveau. Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht.“

Mit diesen Aussagen mag Rummenigge in gewisser Weise Recht haben. Der Fußball „gehört“ womöglich tatsächlich den Vereinen und Verbänden. Ihr Hochglanz-Produkt wäre allerdings keine fünf Pfennig wert, wenn sich nicht so viele Fans derart leidenschaftlich dafür begeistern würden.

Die rapide sinkenden Einschaltquoten nach der Corona-Pause haben gezeigt: Ohne Zuschauer verliert der Fußball für viele Menschen seinen Reiz. Bei Karl-Heinz Rummenigge ist diese Erkenntnis womöglich noch nicht angekommen.

 
 

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