Ex-BVB-Trainer Hitzfeld über die irre PK des FC Bayern München: „Salihamidzic wäre besser nicht dabei gewesen“

Hasan Salihamidzic.
Hasan Salihamidzic.
Foto: imago

München. In einer viel beachteten Pressekonferenz holten die Bayern-Bosse Mitte Oktober zum großen Rundumschlag aus. Präsident Uli Hoeneß, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic nahmen ihre Kritiker ins Visier.

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Vor allem Rummenigge schwang die Moralkeule, zitierte Artikel 1 des Grundgesetztes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Den geringsten Redeanteil hatte Salihamidzic. Ihm schnitten die altgedienten Funktionäre des FC Bayern München teilweise sogar das Wort ab.

Ottmar Hitzfeld ist der Ansicht, dass der Sportdirektor bei der PK deplatziert war: „Es wäre für ihn sicher angenehmer und besser gewesen, wenn er bei der Pressekonferenz nicht dabei gewesen wäre“, sagt Ex-BVB- und Bayern-Trainer der „Sportbild“.

Hitzfeld: Bayern-Sportdirektor Salihamidzic hatte keine Wahl

Er ist der Ansicht, dass Salihamidzic sich gut und loyal verhalten habe: „Er hat besonnen agiert, es war richtig, dass er einen geringen Redeanteil hatte“, so Hitzfeld in der Zeitung.

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Der Ex-Bayern Trainer sah den Sportdirektor in einer Zwickmühle: „Welche Wahl hatte er? Er hätte auch draufhauen können. Oder seine Bosse kritisieren. Deshalb war er in einer schwierigen Position.“

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Hitzfeld begründet Bayern-Krise mit der WM

Eine Mitschuld an der Krise des FC Bayern München gibt Ottmar Hitzfeld der verpatzten Weltmeisterschaft des deutschen Teams.

Viele Spieler des deutschen Rekordmeisters und vor allem die DFB-Akteure seien durch die WM in Russland verunsichert, sagte der 69-Jährige in der Zeitung. „Das hinterlässt Spuren. Deswegen wurden die Bayern nach den schwächeren Ergebnissen auch schneller nervös. Das ist etwas, was man normal nicht vom FC Bayern kennt. Aber die WM war für mich dabei im Hinterkopf.“

Weil deshalb einige Akteure ihre Leistung nicht brachten, habe auch die Rotation in der Startelf nicht funktioniert.

Hitzfeld über Kovac: „Er ist der Belastung gewachsen“

Dem Coach Niko Kovac, der unter Hitzfeld noch Spieler war, traut der frühere Bayern-Erfolgstrainer die Wende zu. „Niko marschiert voran und kann sich in solchen Momenten auf das Wesentliche konzentrieren, seine Mannschaftsführung ist exzellent“, sagte Hitzfeld.

„Ich bin überzeugt von seiner Stärke. Er ist der Belastung gewachsen.“ Das kann der Trainer des FC Bayern München beim Gipfeltreffen am Samstag gegen Borussia Dortmund beweisen. (ak mit dpa)