Bundesliga: Wunschspieler entscheidet sich gegen Bayern - und keiner will Boateng

Bayern München: Absage, Zögern, hohe Preise - Transferkatastrophe droht

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München. Bayern München geht aktuell volles Risiko. Sechs Wochen nach dem Ende der vergangenen Saison reiben sich viele Bayern-Fans beim Blick auf die Transferpolitik ihres Vereins verwundert die Augen.

Nun gibt es einen weiteren Rückschlag. Wie der „Kicker“ berichtet, hat Wunschspieler Rodrigto sich gegen den deutschen Rekordmeister entschieden. Der Mittelfeldspieler wird Atletico Madrid wohl in Richtung Manchester City verlassen. Dafür muss der englische Meister 70 Millionen Euro zahlen. Ausschlaggebend für den Wechsel soll City-Trainer Guardiola gewesen sein. Damit wird immer deutlicher, dass die Bayern vor einem schwierigen transfer-Sommer stehen.

Denn mit Mats Hummels hat ein Spieler den Klub verlassen, der zwar nicht mehr als unverzichtbarer Stammspieler galt - wohl aber als zuverlässiger Verteidiger. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bayern Hummels ausgerechnet an den einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten in Deutschland abgegeben haben - Borussia Dortmund.

Bayern München: Finanziell ein guter Deal

Falls die kolpotierte Ablöse von über 30 Millionen Euro stimmt, haben die Bayern finanziell ein gutes Geschäft gemacht. Das entspricht in etwa der Ablöse, die der BVB damals für Hummels bekommen hat - nur ist der Verteidiger mittlerweile drei Jahre älter.

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Doch mit Hummels wurde ein Profi abgegeben, der den Bayern keine Probleme machte. Ganz anders Jerome Boateng, den Uli Hoeneß seit Wochen aus München wegreden will. „Ich würde ihm als Freund empfehlen, den Verein zu verlassen. Er braucht eine neue Herausforderung, er wirkt wie ein Fremdkörper“, sagte der Bayern-Boss.

Was wird aus Jerome Boateng?

Zuvor hatte Boateng das Pokalfinale gegen RB Leipzig teilnahmslos auf der Bank verbracht. Eben jener Boateng steht nun weiterhin im Dienste des FC Bayern. Womöglich kann der FC Bayern es sich nicht einmal erlauben, den ehemaligen Nationalspieler abzugeben. Nennenswerte Angebote für Boateng gebe es ohnehin nicht, so der „kicker“.

Denn in der Verteidigung ist der Kader der Bayern dünn besetzt. In der Innenverteidigung dürften Niklas Süle und Rekordeinkauf Lucas Hernandez gesetzt sein. Doch dahinter wäre ohne Boateng wenig Qualität. Benjamin Pavard kommt zwar als amtierender Weltmeister - beim Absteiger aus Stuttgart hat er aber bestenfalls eine mittelmäßige Saison gespielt.

Viele Spieler müssen ersetzt werden

Javi Martinez könnte natürlich aushelfen, allerdings wird der Spanier auch im Mittelfeld gebraucht.

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Und auch sonst stehen viele Fragezeichen hinter der Transferpolitik der Bayern. Wie der Klub die Abgänge von Arjen Robben, Franck Ribery, James Rodriguez und Rafinha auffangen will, steht noch in den Sternen.

Zwar werden immer wieder Starspieler wie Abwehr-Talent Matthijs de Ligt, Leroy Sané oder Callum Hudson Odoi mit den Bayern in Verbindung gebracht. Konkret wurde es bisher aber bei keinem dieser Spieler.

Bayern-Fans in Sorge

Viele Bayern-Fans zeigen sich besorgt wegen der anhaltenden Transfer-Flaute:

Doch wer weiß. Vielleicht überraschen die Bayern am Ende doch wieder alles Fußballfans. „Wenn Sie wüssten, was wir schon alles sicher haben für die neue Saison“, hatte Uli Hoeneß im Juni angekündigt. Mal abwarten, ob der Bayern-Boss Wort hält.

 
 

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