Bundesliga trauert um Eberhard Figgemeier (†73) – ZDF-Kult-Reporter gestorben

Über Jahrzehnte waren Gesicht und Stimme von Eberhard Figgemeier (†73) allen Fans der Bundesliga bekannt.
Über Jahrzehnte waren Gesicht und Stimme von Eberhard Figgemeier (†73) allen Fans der Bundesliga bekannt.
Foto: imago images/Martin Hoffmann

Die Bundesliga hat eine Kult-Stimme verloren. Der langjährige ZDF-Sportreporter Eberhard Figgemeier ist am Sonntag im Alter von 73 Jahren verstorben.

Figgemeier war über Jahrzehnte ein bekanntes Gesicht für alle Sportfans. Ob Bundesliga, Tennis oder Olympische Spiele – von den 1980er Jahren bis ins neue Jahrtausend war der Reporter bei unzähligen Sportevents dabei und berichtete vor Ort.

Bundesliga: Kult-Reporter Eberhard Figgemeier tot

Zwischen 1996 und 2008 war der gebürtige Bochumer als Programmchef maßgeblich an der Berichterstattung des ZDF über die Olympische Spiele beteiligt, leitete zwischenzeitlich auch das „Aktuelle Sportstudio“.

Bereits 1985 wurde Figgemeier Augenzeuge der Katastrophe von Heysel, als beim Endspiel im Europapokal der Landesmeister zwischen Juventus Turin und FC Liverpool eine Massenpanik ausbrach, die 39 Menschenleben kostete. Live vor Ort kommentierte der Reporter auf einfühlsame Weise die schrecklichen Geschehnisse und erntete dafür viel Lob.

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„Eberhard war ein gradliniger, offener und sehr geschätzter Kollege“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann am Sonntag. „Ich habe immer seinen Rat geschätzt.“

Eberhard Figgemeier war 1970 als Volontär beim ZDF gestartet, anschließend dort als Redakteur und Reporter und später dort in leitender Funktion tätig und blieb dem öffentlich-rechtlichen Sender bis zum Ende seiner Laufbahn 2009 treu. Seine letzte Moderation galt dem Finale der „Gerry Weber Open“ in Halle.

In Erinnerung bleibt auch sein wohl berühmtester Versprecher: „Was dieses fantastische Spiel an Werbung für den Fußball gebracht hat, ist nicht wieder gutzumachen“, sagte Figgemeier beim 6:6 im Pokal-Halbfinale zwischen Schalke und Bayern 1984.

 
 

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