FC Bayern München: Niko Kovac von Fans ausgepfiffen - doch der FC Bayern hat noch viel größere Probleme

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München. Auch die Länderspiel-Pause bringt bisher keine Ruhe beim FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister strauchelt wie lange nicht mehr, rutschte in der Bundesliga-Tabelle auf Platz sechs ab. Seit vier Spielen ist das Team von Trainer Niko Kovac nun schon ohne Sieg.

Nun bekam der Bayern-Trainer den Unmut der Fans zu spüren. Bei einem Spiel der Basketball-Mannschaft des FC Bayern München wurde Kovac von den Fans gnadenlos ausgepfiffen.

Bayern München: Niko Kovac wird ausgebuht

Kovac hatte das Euro-League-Spiel gegen Anadolu Efes Istanbul SK gemeinsam mit Verteidiger Javi Martinez und Sportdirektor Hasan Salihamidzic besucht. Als der Stadionsprecher die Namen der prominenten Gäste erwähnte, gab es Applaus für Salihamidzic und Martinez - während Kovac ausgebuht wurde. Doch die Ablehnung der Fans ist aktuell nicht das größte Problem des FC Bayern.

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Ärger gibt es an vielen Fronten. Wie „Sportbuzzer“ berichtet, kritisierte Superstar Robert Lewandowski den Umgang des Klubs mit ihm. Lewandowski hatte in der Sommerpause sehr offensiv seinen Wechselwunsch geäußert - von Bayern-Boss Uli Hoeneß aber eine knallharte Absage bekommen.

Lewandowski: „Mir hat bei Bayern einiges nicht gepasst“

Nun äußerte Lewandowski sich gegenüber der polnischen Zeitung „Sportowe Fakty“ Kritik an der Vereinspolitik: „Als ich festgestellt hatte, dass eine seltsame Politik betrieben wird, entschloss ich mich dazu, offen über die Angebote zu sprechen. Ich habe damit signalisiert: Wenn so vielen Leuten bei mir was nicht passt, kann ich auch gehen.“

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Er habe einige Angebote von verschiedenen Vereinen gehabt, so Lewandowski: „Mir hat bei Bayern einiges nicht gepasst und ich musste das ansprechen.“ Aktuell sei er aber zufrieden: „Ich fühle mich hier aber gut, von einer Enttäuschung kann ich nicht sprechen. Ich bin bei einem der größten Klubs der Welt. Wäre ich hier nicht glücklich, hätte ich ein Problem. Ich werde weiterhin für die größten Ziele kämpfen.“

Nehmen die Bayern-Stars ihren Sportchef nicht ernst?

Trotzdem steht Sportdirektor Hasan Salihamidzic vor gewaltigen Aufgaben. Der Kader des FC Bayern München muss dringend erneuert werden, alternde Stars wie Robben und Ribery ersetzt werden. Doch offenbar fehlt Salihamidzic der Rückhalt. Wie „Bild“ berichtet, nehmen viele Spieler den einstigen Bayern-Profi nicht ernst. Er trete zu oft als Kumpel auf - und nicht als Boss.

Möglicherweise fällt den Bayern-Alphatieren Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge jetzt ihre eigene Personalpolitik auf die Füße. Kritiker warfen den Bossen vor, zu sehr auf Personal mit Stallgeruch zu setzen. Denn sowohl Salihamidzic (1998 bis 2007) als auch Niko Kovac (2001 bis 2003) haben eine Vergangenheit als Bayern-Sppieler.

Bayern München setzt verstärkt auf ehemalige Spieler

Das ist eine Abkehr von den mutigeren Versuchen der Vergangenheit. Da hatte der FC Bayern mit Pep Guardiola einen der modernsten Trainer der Gegenwart verpflichtet. Gleichzeitig sollte Sportvorstand Matthias Sammer den Verein pushen.

Von dieser Linie rückte der FC Bayern dann aber langsam ab. Mit Carlo Ancelotti kam ein Trainer, der nicht eben für Innovation bekannt ist und Matthias Sammer wurde nach langer Suche durch den unerfahrenen Salihamidzic ersetzt.

Ähnlich schwierig gestaltete sich die Trainersuche. Laut Beobachtern konnten Rummenigge und Hoeneß sich nicht auf den unbequemen aber anerkannten Thomas Tuchel als Trainer einigen. Der hatte sich in der Zwischenzeit schon für Paris Saint-Germain entschieden. (fel)

 
 

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