Xbox Live: Lesbische Userin ist zu "anstößig"

Bereits mit dem User-Namen "The GayGamer" hatte Microsoft UK auf Xbox Live ein Problem. Eine Userin wurde nun auf Xbox Live wegen ihrer offenen lesbischen Ausrichtung von anderen Usern angegangen. Microsoft sperrte daraufhin das Konto. Die Begründung: zu anstößig.

Das Ex-Xbox-Live-Mitglied Teresa ist lesbisch und steht dazu. Auch in ihrem Xbox-Live-Profil machte sie keinen Hehl daraus. Allerdings wurde ihr das zum Verhängnis. Laut Angaben der Userin wurde sie von anderen Spielern schikaniert und belästigt. Später wurde ihr Profil eingestellt. Als sie Microsoft darauf aufmerksam machte, sagte ihr das Unternehmen, dass andere Spieler ihre sexuelle Orientierung "anstößig" gefunden hätten.

Für Teresa ein Unding. „Ich wurde von mehreren Spielern schikaniert, regelrecht gejagt und ich habe versucht, auf andere Spiele/Maps auszuweichen, um diesen Belästigungen zu entgehen“, so Teresa gegenüber dem Online-Magazin The Consumerist. „Mein Account wurde eingestellt, und Xbox Live tat nichts, um das zu ändern, sondern sagte mir nur, dass andere es anstößig finden."

Die Userin fordert, dass Microsoft etwas dagegen hätte tun müssen. So hätte sich das Unternehmen auf die Seite der Homophoben geschlagen. „Niemand hilft mir, gegen Microsofts Anti-Homosexuellen-Politik anzugehen. Nicht einmal die HRC (Human Rights Campaign), die sagt, Microsoft habe ein positives Image bei ihnen. Bei mir nicht.", so Teresa abschließend.

Microsoft UK sagte gegenüber der Website CVG, dass man sich diese Angelegenheit ansehen, momentan aber keinen Kommentar dazu abgeben werde.

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