Sporthilfe fördert 97 Prozent der deutschen Olympioniken

Die großartige sportliche Bilanz des deutschen Teams bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang kam auch mit Hilfe der Deutschen Sporthilfe zu Stande.
Die großartige sportliche Bilanz des deutschen Teams bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang kam auch mit Hilfe der Deutschen Sporthilfe zu Stande.
Foto: dpa
Bei den am Sonntag beendeten Olympischen Winterspielen in Pyeonchang erzielte Deutschland die beste Olympiabilanz seit langem bei Winterspielen.

Münster.. Mit insgesamt 31 Medaillen, davon 14 Goldmedaillen, belegten die deutschen Olympioniken nach Abschluss der Wettkämpfe den zweiten Platz im Medaillenspiegel – knapp hinter Norwegen.

Hohe Bedeutung

Diese großartige sportliche Bilanz kam auch mit Hilfe der Deutschen Sporthilfe zu Stande. 97 Prozent der deutschen Olympiateilnehmer in Pyeongchang sind im Verlauf ihrer Karriere von der Deutschen Sporthilfe gefördert worden. Unter den 154 Startern im Team Deutschland befanden sich 128 aktuell geförderte Sportler und 21 ehemals Geförderte. Erstaunlich: Die durchschnittliche Förderdauer eines Athleten des deutschen Teams in Pyeongchang beträgt rund zehn Jahre – in Salt Lake City 2002 lag dieser Wert noch bei sieben Jahren und drei Monaten.

„Die Zahlen zeigen die hohe Bedeutung der Sporthilfe als Unterstützer deutscher Athleten; die Förderung der Sporthilfe ist für viele ein wichtiger Baustein“, sagte Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe. Die Sporthilfe ist für die Athleten somit ein wichtiger Karrierepartner. Und das von Beginn an. Denn „gefördert wird auch der aufstrebende Nachwuchs“, so Ilgner. Dass eine nachhaltige Verbindung gelingt, dafür stünden insbesondere Olympiateilnehmer, die zu Beginn ihrer Karriere bereits unter den Top 10 der von der Sporthilfe ausgezeichneten Juniorsportler des Jahres waren und in Pyeongchang nun Medaillen abräumten: Beispielsweise Laura Dahlmeier (Biathlon) oder der nordische Kombinierer Johannes Rydzek.

Insgesamt flossen von der Deutschen Sporthilfe 4,68 Millionen Euro Fördergelder an die Wintersport-Athleten des Team Deutschland. Im Durchschnitt erhielt ein Mitglied des aktuellen deutschen Olympia-Teams in der vergangenen Olympiade rund 630 Euro/Monat. „630 Euro pro Monat ist für viele Athleten eine gute Basis, in unseren Augen allerdings längst nicht genug“, sagte Michael Ilgner. „Unser Ziel ist es, die Erlöse weiter deutlich zu steigern, so dass wir die Top-Athleten künftig mit rund 1.000 Euro monatlich unterstützen können.“

Olympische Erfolgsprämien

Die Erfolgsprämien der Deutschen Sporthilfe werden für Pyeongchang gemäß den vor den Winterspielen 2014 beschlossenen Regelungen ausgeschüttet, die einheitliche Sätze für Olympische Spiele und Paralympics vorsehen. Im Einzelnen werden von der Sporthilfe geförderte Medaillengewinner in Pyeong-Chang wie folgt prämiert: Gold 20.000 Euro, Silber 15.000 Euro, Bronze 10.000 Euro. Die weitere olympische Prämienstaffelung: Platz vier 5.000 Euro, Platz fünf 4.000 Euro, Platz sechs 3.000 Euro, Platz sieben 2.000 Euro, Platz acht 1.500 Euro.

Die Förderprogramme der Deutschen Sporthilfe

Um aber Medaillengewinner bei Olympia zu werden ist ein steiniger und langer sportlicher Weg notwendig. Dafür bietet die Deutsche Sporthilfe eine Förderung an, die sich in vier Stufen gliedert: Die erste bildet die Basisförderung, gefolgt vom „Deutsche Post Top-Team Future“, in dem Athleten gefördert werden, denen in den nächsten acht Jahren eine Medaillenperspektive bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zugetraut wird. 33 Athleten des aktuellen Team Deutschland wurden im Vorfeld vom Olympia in dieser Förderkategorie unterstützt. In der dritten Stufe, dem Top-Team, werden Athleten gefördert, die sich bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen unter den Top 8 platziert hatten. 38 Athleten des Olympia-Teams gehörten in diese Kategorie. Die vierte Stufe bildet die sogenannte Nachaktiven-Förderung, über die ehemalige Top-Team-Athleten eine berufliche Karriere-Förderung über das Ende der Sportkarriere hinaus erhalten

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Zehnkämpfer Michael Schrader, WestLotto-Sprecher Axel Weber, Andrea Milz, NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, und Ruderer Johannes Weißenfels bei der Verkündung der Nominierungen für den FELIX-Award 2017 in Düsseldorf (von links).
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Foto: Andrea Bowinkelmann
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