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Erkunden, bestaunen, verstehen

Der "Tag des offenen Denkmals“findet am Sonntag, den 9. September mit über 1.300 Angeboten in NRW statt.

Essen.. Räume, die sonst nicht geöffnet sind, Führungen von Zeitzeugen, Ausstellungen, Filmprogramme, Konzerte, Kinderangebote: Der „Tag des offenen Denkmals“, der am kommenden Sonntag (9. September) stattfindet, ist ein besonderer. Denn dann sind Gebäude, Denkmäler, Parks und archäologische Stätten auf eine Weise erlebbar, die nicht alltäglich ist. Wer an den Aktionen teilnimmt, kann spannende Blicke hinter die Kulissen werfen. Die Schönheit alter Bauten und die Bedeutung von Denkmalschutz und -pflege werden für Kultur- und Geschichtsfans erlebbar.

Der Besuch dieser Gebäude und Anlagen ist an diesem Tag in der Regel kostenfrei. In allen Regionen Nordrhein-Westfalens können die Teilnehmer einen Tag lang Denkmalschutz „live“ erleben: Restauratoren über die Schulter schauen, archäologische Ausgrabungsstätten erkunden, die sonst verschlossenen Kellergewölbe einer Burg bestaunen und noch vieles mehr.

Europäische Kulturerbejahr 2018

„Entdecken, was uns verbindet“, heißt das Motto des Tages des offenen Denkmals in diesem Jahr und bezieht sich damit explizit auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. Einige Denkmale sind allein schon aufgrund ihres Zwecks und ihrer Beschaffenheit „verbindend”: Verkehrsmittel oder Verkehrswege etwa, wie Brücken, Kanäle oder historische Eisenbahnen. Der Tag ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. 50 europäische Länder nehmen daran teil. Im vergangenen Jahr (2017) waren es allein bundesweit mehr als 7.500 Denkmale in über 2.500 Städten, die sich am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligt haben. Dieses Jahr feiert der „Tag des offenen Denkmals“ Jubiläum, er findet zum 25. Mal statt. Es werden wieder mehrere Millionen Besucher erwartet.

Engagement für Denkmalschutz

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die NRW-Stiftung und die Dombauvereine in Köln, Aachen, Xanten, Minden, Soest und Wesel sorgen dafür, dass das kulturelle Erbe erhalten bleibt. Sie kümmern sich nicht nur darum, dass weltberühmte Bauwerke und wichtige historische Stätten instand gehalten werden können, sondern stellen darüber hinaus auch noch sicher, dass sie in der Gegenwart weiter genutzt werden.

Unterstützung durch das Lotto-Prinzip

Bei ihrer Arbeit profitieren die Stiftungen und Vereine vom Lotto-Prinzip. Rund 40 Prozent der Spieleinsätze bei WestLotto gehen an das Land, das daraus wiederum das Gemeinwohl fördert. Über 27 Milliarden sind allein in Nordrhein-Westfalen auf diesem Weg bereits zur Unterstützung der gesellschaftlichen Träger zusammengekommen. Auch für den Denkmalschutz. Axel Weber, Sprecher von WestLotto, freut sich auf den anstehenden Aktionstag: „Geschichte zum Anfassen, das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher in wohl einmaliger Weise. Denkmalpfleger berichten an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Freuen Sie sich auf einen spannenden Tag. So wird das Lotto-Prinzip erlebbar.“

Tipps zur Besichtigung

Es wird am kommenden Sonntag viel zu entdecken geben. Einige Beispiele: In Gelsenkirchen finden Führungen durch das Verwaltungsgericht statt. Das ist die einmalige Chance, ein Gerichtsgebäude aus einem ganz speziellen Blickwinkel zu betrachten. Oder wie wäre es mit einem Besuch der Alten Dreherei in Mülheim? Hier wurden früher Dampf-Lokomotiven gewartet, heute ist es ein rege kulturell genutztes Haus der Vereine. In Köln wartet das historische Rathaus auf Besucher. Außerdem findet in der Rheinmetropole die bundesweite Eröffnungsveranstaltung statt. Am Sonntag ab 11 Uhr sprechen auf dem Alter Markt unter anderem Ministerpräsident Armin Laschet, die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, sowie Jörg Haspel für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. WestLotto wird bei dieser Veranstaltung ebenfalls vor Ort sein. Natürlich dürfen auch Zechenführungen nicht fehlen. Beispielsweise der Malakofftturm der Zeche Prosper II in Bottrop oder in Ahlen (Westfalen) gibt es die Zeche Westfalen (Schacht I/II), wo zwischen 1913 und dem Jahr 2000 Kohle gefördert wurde.

Das aktuelle Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App (Suchbegriff: Tag des offenen Denkmals).

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Die Freiwilligendienste im Sport sind in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein Erfolgsprogramm. Aktuell sind bereits sämtliche Plätze besetzt.
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Foto: © LSB / Andrea Bowinkelmann
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