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DRK bietet Kindern und Jugendlichen Trauerbegleitung

DRK bietet Kindern und Jugendlichen Trauerbegleitung

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Foto: Zebandt
Das Deutsche Rote Kreuz bietet seit über einem Jahr trauernden Kindern und Jugendlichen Unterstützung. Die „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“ hilft ihnen, mit Trauer umzugehen anstatt sie zu verdrängen. Sozialarbeiterin Ursula Hölscher erzählt von dem erfolgreichen Projekt.

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Der Verlust eines nahen Angehörigen löst bei allen Menschen verständlicherweise tiefe Trauer aus. Unterstützung durch Familie und Freunde ist gefragt. Aber viele anteilnehmende Personen reagieren sehr verunsichert und hilflos – ihnen fehlen die Worte und die Erfahrung mit trauernden Menschen. Alte Trauerrituale geraten zunehmend in Vergessenheit oder werden nicht mehr praktiziert. Und so entwickeln Menschen oft Berührungsängste im Umgang mit verzweifelten Personen und ziehen sich aus Hilfslosigkeit zurück.

Von dieser Erfahrung sind auch trauernde Kinder und Jugendliche betroffen und bleiben deshalb oftmals mit ihrem Kummer alleine. In der Familie ist jeder Einzelne selbst ein Trauernder, dadurch ist der Blick auf die Kinder vielleicht verstellt. In der Schule herrscht unter den Mitschülern sicherlich Betroffenheit, aber ebenso Sprachlosigkeit, denn die Konfrontation mit Tod und Trauer weckt eigene Verlustängste. Nicht selten erleben sich trauernde Kinder und Jugendliche als „anders“, als nicht normal. Häufig finden sie niemanden, mit dem sie über das Geschehene sprechen können. Als Folge von verdrängter Trauer verschließen sie sich gegenüber ihren Mitmenschen, werden aggressiv oder reagieren mit psychosomatischen Beschwerden wie Albträumen und Konzentrationsschwierigkeiten.

DRK-Projekt bietet Hilfe an

Um diesen negativen Folgen entgegenzuwirken, bietet das DRK wertvolle Unterstützung: Seit über einem Jahr führt der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Münster das Projekt „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“ in Münster durch. Die Diplom-Sozialarbeiterin und qualifizierte Trauerbegleiterin Ursula Hölscher leitet das erfolgreich angelaufene Projekt.

Wie sieht das Projekt „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“ aus?

Ursula Hölscher: „Wir wollen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung in ihrer Trauer um einen verstorbenen Menschen begleiten. Mit diesem Projekt bieten wir ihnen in einer belasteten Lebensphase einen geschützten Raum. Sie sollen die Möglichkeit haben, mit anderen trauernden Kindern und Jugendlichen ihre Trauer auf vielfältige und kreative Art und Weise auszudrücken. Hier können sie Erfahrungen teilen, sich austauschen und ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Dabei werden sie einfühlsam von sozialpädagogischen Fachkräften und eigens geschulten Ehrenamtlichen begleitet.“

Wie leisten Sie diese Trauerbegleitung?

Hölscher: „Gemeinsam mit meiner Kollegin Petra Benning – sie ist ebenfalls Diplom Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche. Außerdem unterstützen uns geschulte Ehrenamtliche. Wir bieten ein Trauerangebot für Kinder im Alter von sechsbis zwölf Jahren und ein Angebot für Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren an. Daneben gibt es ein Gesprächsangebot für Angehörige der Kinder und Jugendlichen. Die Trauergruppen kommen alle 14 Tage außerhalb der Schulferien zusammen. Unser Begleitungsangebot ist kostenlos.“

Wie wurdendie ehrenamtlichen Trauerbegleiter für das Projekt qualifiziert?

Hölscher: „Die Ehrenamtlichen wurden vor Beginn ihrer Tätigkeit von externen Dozenten und uns an drei Seminarwochenenden qualifiziert. Darüber hinaus findet durch Vor-und Nachbereitung der jeweiligen Gruppenangebote sowie durch einen angeleiteten Erfahrungsaustausch und durch das Angebot von Supervision eine kontinuierliche Weiterbildung statt.“

Wie lange soll das Projekt laufen?

Hölscher: „Das Projekt wird drei Jahre gefördert. Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Münster ist es unser Ziel, dass die Angebote auch nach dieser Laufzeit Bestand haben. In Abhängigkeit der Projekterfahrungen ist weiterhin geplant, das DRK Kinder- und Jugendtrauerangebot auch in weiteren Regionen unseres Verbandsbereiches aufzubauen.“

Gemeinsam etwas bewegen – Das möchte WestLotto zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz. Als Jubiläumspartner unterstützt WestLotto das Rote Kreuz bei zahlreichen Projekten. Die Zusammenarbeit der beiden Partner besteht bereits seit mehreren Jahrzehnen, denn das Rote Kreuz wird – neben vielen anderen gemeinnützigen Organisationen – über das Land NRW mit Geldern der WestLotto-Glücksspielprodukte gefördert. Rund 40 Prozent der Spielerträge der Lotteriegesellschaft fließen in den Haushalt des Landes Nordrhein-Westfalen und kommen gemeinnützigen Organisationen aus der Wohlfahrt, dem Sport, der Kultur sowie dem Denkmal- und Naturschutz zugute. Somit profitieren nicht nur viele vorbildliche DRK-Projekte von den Lotterieeinnahmen, sondern die gesamte Gemeinschaft.

Ausführliche Informationen über das Projekt erhalten Interessierte unter www.drk-trauerbegleitung.de.

Ein Tipper aus dem Raum Köln gewann in der Lotterie Eurojackpot knapp 400.000 Euro.
Ein Tipper aus dem Raum Köln gewann in der Lotterie Eurojackpot knapp 400.000 Euro.
Foto: dpa
Kölner traf in der Lotterie Eurojackpot fünf Richtige plus Eurozahl und freut sich über fast 400.000 Euro. Für gerade einmal 17 Euro hatte er sich einen Spielschein mit einer Laufzeit von vier Wochen gesichert. Einen satten Gewinn erzielte ebenfalls ein Tipper aus Hessen. Da die Gewinnklasse 1 dieses Mal unbesetzt blieb steigt der Eurojackpot auf rund 11 Millionen Euro.