Spiele-Häppchen, viele Schnäppchen?

Wenn das Ende erst der Anfang ist. Nach dem Abspann geht's nun immer öfter weiter. DLC lautet das Zauberwort.

Dienst am Fan, lebenserhaltende Maßnahme, finanzielle Stütze: DLC, kurz "Download Content", erfreut Gamer und Publisher gleichermaßen. Sofern das Preisleistungsverhältnis stimmt. Wir stellen die besten Zusatzpakte für aktuelle Top-Games vor.

"Mittelerde: Mordors Schatten: Der helle Herscher" (Warner Interactive, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360, PC):

Angesiedelt zwischen "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" war "Mittelerde: Mordors Schatten" ein gefundenes Fressen für Tolkien- und Fantasy-Fans. Um Tausende Jahre zurück katapultiert hingegen das DLC-Paket "Der helle Herrscher". Die Erweiterung lässt Spieler miterleben, wie der Elbenkrieger Celebrimbor, der im Hauptspiel als Geist auftaucht, nach und nach vom Ring der Macht korrumpiert wird. Dieser erlaubt es, mit diversen Spezialangriffen selbst eine Überzahl von Orks zu bezwingen. Dennoch ist der DLC schwieriger zu meistern als das Hauptspiel, da die Ork-Bosse bei "Der helle Herscher" stärker und besser beschützt sind. Lohnendes Prequel, das vom Fall seines Helden zehrt.

"Far Cry 4: Das Tal der Yetis" (Ubisoft, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360, PC):

"Far Cry 4" bittet zur Begegnung der pelzigen Art: Im Zusatzinhalt "Das Tal der Yetis" treffen Spieler in den Felslandschaften des Himalaja auf die fabelhaften Schnee-Wesen. Allerdings sind Yetis nicht die einzigen Gegner, die "Far Cry 4"-Spielern im DLC gefährlich werden. In der Rolle von Ajay gilt es nach einem Hubschrauberabsturz eine Relaisstation gegen einen geheimnisumwitterten Dämonen-Kult zu schützen. Dessen irre Jünger kriechen nachts aus den Löchern und wollen das Gebäude in die Luft jagen. Mit Minenfeldern, Explosivfässern, Ölteppichen und Wällen weiß Ajay sein Lager jedoch gut zu verteidigen. Den Ausweg aus dem Tal kann man als Einzelgänger oder im Koop-Modus suchen. Letztere Variante macht nicht nur mehr Spaß, sondern auch das Überleben leichter. Vier Stunden dauert die Verteidigungsschlacht und das Absolvieren von ein paar Story-Missionen mindestens - wer jede Ecke des Schneetals abgrast, ist deutlich länger unterwegs.

"Call Of Duty: Advanced Warfare: Havoc & Ascendance" (Activision, PS4, Xbox One, PC):

Lasergewehre, Zombies in Exo-Skeletten und die vier Hollywood-Stars John Malkovich, Bill Paxton, Rose McGowan und Jon Bernthal sollen mit ihrer Strahlkraft darüber hinwegtäuschen, dass "Havoc", die erste kostenpflichtige Erweiterung für "Call Of Duty: Advanced Warfare", im Grunde nur Altbekanntes mit neuer Verpackung bietet. Klappt über weite Strecken ganz gut, trotzdem hätte ein bisschen Innovation nicht geschadet. Die kommt mit "Ascendance". Die zweite Erweiterung führt die Zombie-Story nebst hochkarätiger Besetzung fort und bietet außerdem eine neue Energiewaffe, vier neue Multiplayer-Karten sowie die Möglichkeit, den aus der Solo-Kampagne bekannten Kletterhaken einzusetzen, um strategisch wichtige Aussichtspunkte schneller zu erreichen.

"The Evil Within: The Assignment" (Bethesda Softworks, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360, PC)

Groteske Kreaturen, perfide Fallen, Sinnestäuschungen, Unmengen von Pixel-Blut, abgetrennte Gliedmaßen und andere Brutalitäten: Mit "The Evil Within" lehrten der Erfinder der "Resident Evil"-Reihe und Publisher Bethesda PC- und Konsolen-Gamern im Oktober letzten Jahres das Fürchten. Nun geht der virtuelle Horror weiter. Als erster von drei DLCs erzählt "The Assignment" einen neuen Handlungsstrang, bei dem Juli Kidman, im Hauptspiel als Partnerin von Detectiv Sebastian Castellano eingeführt, in den Mittelpunkt gerückt wird. Der Clou und die große Herausforderung: Juli hat keinerlei Waffen dabei. Nur eine Taschenlampe leuchtet ihr den Weg. Die Folge: Paranoia und Dauerpanik, beim Herumschleichen von den Horror-Gestalten entdeckt zu werden. Ein zweiter DLC soll Julis Story beenden, während der dritte den Spieler zum bösen Wächter macht.

"Dragon Age: Inquisition - Hakkons Fänge" (EA, PC, Xbox One, PS4):

"Dragon Age: Inquisition"-Spieler, die in "Hakkons Fänge" geraten, sollten rund sieben Stunden vor dem PC oder der Konsole einplanen. In der nun zugänglichen Frostgipfelsenke betreten wagemutige Helden ab Stufe 20 das Reich der Avvar, eines Volks wilder Jäger, die einen archaischen Kriegsgott zum Leben erwecken wollen. Mit der Geschichte verwoben ist das Geheimnis hinter einer mysteriösen Festung und dem Schicksal des ersten Inquisitors - dem Vorgänger der Spielerfigur. Neue Waffen, Rüstungen und Fähigkeiten helfen, der Gefahren Herr zu werden. Und auch wenn es das Finale in sich hat - für 15 Euro hätte man doch ein wenig mehr erwartet.

"Evolve: Behemoth" (2K, Xbox One, ab 30. April PC, PS4)

Das DLC-Angebot für den Multiplayer-Shooter "Evolve" besteht aus drei separaten Elementen - dem Monster Behemoth, vier neuen Jägern (auch im Season Pass enthalten) sowie zwei Karten, wobei Letztere für alle Spieler kostenlos sind. Das Monster ist eine echte Besonderheit im "Evolve"-Universum, kann es doch im Gegensatz zu den bereits bekannten Wesen weder fliegen noch hüpfen. Stattdessen rollt es wie eine Kugel - sogar bergauf. Zudem hat der Behemoth eine Lavabombe sowie einen "Zungengreifer" im Programm, der ihm erlaubt, Gegner wie ein Frosch zu fangen. Ebenfalls erhältlich sind vier neue Jäger - für jede Klasse einen. Auch hier beweisen die "Evolve"-Macher viel Fantasie, was deren Gestalt und Fähigkeiten angeht - von der Mischung aus Roboter und Wikinger bis hin zur zierlichen Unterstützerin mit Mini-Atombombenwerfer!

System PC
System PS4
System Xbox One

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