Microsoft kauft "Minecraft"-Entwickler Mojang

Microsoft hat tief in die Tasche gegriffen und den Entwickler des Kult-Spiels "Minecraft" für 2,5 Milliarden Dollar gekauft. Gründer und "Minecraft"-Erfinder Markus "Notch" Persson verlässt mit dem Verkauf die Firma. Das Projekt und die Aufmerksamkeit seien schlicht "zu groß" für ihn geworden.

Mojang gehört nun Microsoft: Für rund 2,5 Milliarden Dollar hat der Redmonder Großkonzern das kleine, schwedische Entwicklerstudio und damit auch die Rechte an dem Spiel "Minecraft" gekauft. Die Übernahme soll gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein, dann wird Mojang Teil der Microsoft Studios. Allerdings ohne Gründer und "Minecraft"-Erfinder Markus "Notch" Persson.

Der nimmt seinen schwarzen Hut und begründete den Verkauf damit, dass sein Klötzchenspiel, das bislang die Fantasie von über 35 Millionen Käufern beflügelte, schlicht "zu groß" für ihn geworden sei - genauso wie die Verantwortung für eine Vielzahl von Mitarbeitern. "Ich bin kein Entrepreneur. Ich bin kein CEO. Ich bin nur ein nerdiger Computer-Programmierer, der seine Meinung gerne auf Twitter öffentlich macht", schrieb "Notch" und beteuerte, dass er sich künftig lieber kleinen Web-Experimenten widmet. Sollte er jemals wieder etwas entwickeln, das einen ähnlichen Erfolg verspreche, werde er es sofort einstampfen. Mit Persson scheiden auch die Führungskräfte Carl Manneh und Jakob Porsér aus dem Unternehmen aus, um andere Projekte verfolgen zu können.

Auf viele dringliche Fragen - etwa, wie es mit "Minecraft" weitergehe - antwortete Mojang in einem Blogpost ausführlich und ehrlich. Dort ist unter anderem zu lesen, dass die "Minecraft"-Ableger für PS3, PS4, PSVita sowie iOS- und Android-Systeme weiterentwickelt werden, sofern sich die jeweils involvierten Unternehmen wie Sony nicht dagegen entscheiden. Die Übernahme reiht sich in andere Milliarden-Geschäfte ein, die die Gaming-Branche betreffen: Erst übernahm Facebook den Virtual-Reality-Headset Hersteller Oculus Rift VR für eine Milliarde Dollar, dann schnappte Amazon dem Online-Konkurrenten Google das Streaming-Portal Twitch für ebenfalls eine Millarde Dollar vor der Nase weg.

 
 

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