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Action-Rollenspiel

"Dragon's Dogma" - Drachen töten für Profis

31.05.2012 | 08:45 Uhr
Bild zum Spiel "Dragon's Dogma"
Bild zum Spiel "Dragon's Dogma"Foto: Capcom

Die prachtvollsten Monster seit Konsolengedenken: Capcoms archaisches Action-Rollenspiel "Dragon's Dogma" beschert Xbox-360- und PS3-Besitzern ein Profi-Abenteuer mit gewaltigen Proportionen.

Wie eine wilde Mixtur aus griechischer Mythologie und moderner "Dungeon & Dragons"-Fantasy mutet Capcoms jüngster Action-Rollenspielstreich an: "Dragon's Dogma" erzählt auf PS3 und Xbox 360 die klassische Geschichte von Drachen und Drachentötern - und zwingt sie in einen erbitterten Zyklus aus Tod und Wiedergeburt.

Der Spieler erlebt den ewigen Kampf in der Rolle eines noch namenlosen "Erweckten", dem kurz zuvor von einem Drachen höchstpersönlich das Herz aus der Brust gerissen wurde. Nach dieser unfreiwilligen Organspende zieht er los, um das riesige Schuppenvieh heraus- und seine Pumpe zurückzufordern.

Vasallen bieten Beistand im Gefecht

Weil Capcom sein Spiel als Profikost konzipiert hat, gestaltet sich diese Mission nicht gerade einfach: Anders als die meisten Genrevertreter aus Fernost orientiert sich "Dragon's Dogma" stark an westlichen Spielkonzepten und bietet dabei große Handlungsfreiheit. Bedeutet: Man darf von Anfang an nahezu überall hinreisen, betritt die entsprechenden Gebiete aber auf eigene Gefahr. Denn: Mit den Bewohnern von Höhlen, Verliesen, Ruinen, polygonaler Prärie und finsterem Forst ist nicht zu spaßen. Hungrige Wolfsrudel, heimtückische Wegelagerer, kreischende Harpyen und schuppenrasselnde Echsenmänner sind knallharte Gegner und gehen überraschend koordiniert vor.

Dragon's Dogma

Nur gut, dass der Held dem monströsen Gesocks nicht allein gegenübersteht: An seiner Seite tummeln sich bis zu drei Vasallen - Profikämpfer, die ihre Klingen und Zauberstäbe einzig und allein in den Dienst des "Erweckten" stellen. Einer der drei Kollegen wird wie die Figur des Spielers im Charakter-Editor gebastelt und ist von da an dessen ständiger Begleiter. Die anderen beiden wiederum werden per Runenstein von Capcoms Servern geladen. Tatsächlich verbergen sich hinter diesen Mitstreitern die Gefährten anderer "Dragon's Dogma"-Spieler, die durch den Fremdeinsatz automatisch an Erfahrung gewinnen und auch den einen oder anderen Gegenstand einsacken.

Kommandos lassen sich den vom Computer gesteuerten Kameraden nur wenige erteilen. Dennoch sind sie eine echte Hilfe. Warum Capcom aber auf einen "echten" Mehrspielermodus verzichtete, wird wohl auf ewig ein Betriebsgeheimnis bleiben.

100 Stunden Spielzeit

Zum Zuckerschlecken wird die Keilerei gegen fantastisches bis mythologisches Getier trotz fähiger Gefährten aber noch lange nicht: Vor allem riesige Brocken wie Greifen, Zyklopen, Chimären oder die vielköpfige Hydra geben nicht so schnell klein bei und wollen mittels ausgefuchster Taktiken bezwungen werden. Dann krabbelt beispielsweise ein Charakter an der riesigen Kreatur empor, während die anderen damit beschäftigt sind, die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich zu ziehen.

Spiele-Bewertung
Dragon's Dogma

Hersteller: Capcom
Genre: Action
Preis: Ca. 60 Euro
EAN Code: 5055060927472
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene und Profis
Alter: ab 16 Jahren
Multiplayer: nein

Bewertung

Grafik: gut
Steuerung: gut
Sound: gut
Spielspass: gut
Gesamt: gut

Bis die Truppe so weit ist, dass sie es mit diesen Brocken aufnehmen kann, gehen allerdings einige Stunden ins Land: Stunden, die man vor allem mit dem Absolvieren von teils beinharten Missionen beschäftigt ist, um die nötige Kampferfahrung zu sammeln. Auf rund 100 Stunden schwillt der Umfang von "Dragon's Dogma" an, wenn man alle Nebenaufträge annimmt - ein Drittel der Spielzeit entfällt auf die Kerngeschichte.

Klarer Fall: Genreprofis mit der nötigen Geduld werden aktuell kaum ein besseres und anspruchsvolleres japanisches Rollenspiel finden. "Dragon's Dogma" verführt mit einer prachtvollen Fantasy-Kulisse und furchteinflößenden Monstern. Obendrein ist man geradezu darauf versessen, das Szenario so realistisch, erbarmungslos und dreckig wie möglich zu vermitteln. Das Resultat sorgt regelmäßig für Staunen - und ebenso oft für blanke Nerven. Wer keine hohe Frusttoleranz hat und obendrein eine komfortable Handhabe erwartet, überlegt sich die Anschaffung lieber zweimal. Allen anderen dürfte jedoch das Herz bei der Drachenjagd aufgehen. (_teleschau - der mediendienst)

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"Dragon's Dogma" - Drachen töten für Profis
"Dragon's Dogma" - Drachen töten für Profis
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https://www.derwesten.de/spiele/news/kritiken/dragons-dogma-drachen-toeten-fuer-profis-id6711724.html
2012-05-31 08:45
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