Großbritannien: Steuererhöhung für Gewaltspiele

Richard Taylor, Berater von Großbritanniens Premierminister Gordon Brown, hat jetzt bei einer Parlamentssitzung eine Steuererhöhung für Gewaltspiele vorgeschlagen. Seitdem sein Sohn bei einer Messerstecherei ums Leben kam, setzt sich Taylor verstärkt gegen Jugendgewalt ein.

Richard Taylor, dessen 10-jähriger Sohn im Jahr 2000 erstochen wurde, gründete nach dem tragischen Fall die Organisation „Crime Knife“ zur Bekämpfung von Gewalt unter Jugendlichen. Gewaltspiele und Rap-Musik seien die gefährlichsten Quellen.

Gewaltspiele seien "zu billig" und die Steuern auf diese Spiele sollten "sehr hoch" sein, erklärte Taylor gegenüber der Zeitung Telegraph. Sein Vorschlag: eine Steuererhöhung auf alle Spiele mit Gewaltinhalten.

„Ich sehe junge Leute, die sich diese Spiele kaufen, und es betrübt mich zu sehen, dass diese Spiele in der Lage sind, einen solch negativen Einfluss zu erzielen", so Taylor. Rap-Musik sei eine weitere Gefahr, insbesondere die Ausdrucksweise. „Ich würde es meinen Kindern nicht erlauben, diese Musik zu hören“, erklärt Taylor. „Für mich gibt es sehr viel Negatives in dieser Musik, besonders was aus Amerika kommt.“

Dass Taylor die Steuererhöhung bewilligt bekommt, sei laut Beobachtern sehr unwahrscheinlich. Er ist jedoch nicht der Einzige, der bereits Steuererhöhungen für die Games-Branche einführen wollte. In Deutschland schlug vor einigen Wochen Prof. Dr. Christian Pfeiffer Abgaben für Computerspiele in Höhe von 25 Cent vor. Während Pfeiffer die Einnahmen für eine bessere Wirkungs- und Therapieforschung einsetzten wollte, würde Taylor sie in neue Jugendhilfe-Einrichtungen investieren.

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