eSport-Profi: Mit FIFA 11 bei null anfangen

Nicole Lange

"FIFA 11" ist der neue Aufguss der EA-Fußballsimulation. eSport-Profi Gil Grobe erklärt uns weshalb FIFA 11 ein Neuanfang für die Spieler bedeutet und warum das Passsystem eine Umstellung ist.

FIFA 11 wartet mit einigen Neuerungen auf. So können Spieler jetzt in die Haut des Torwarts schlüpfen und das neue Passsystem zwingt sogar gestandene eSport-Profis zum Umdenken.

„Die Passhilfe nutzt mittlerweile eigentlich nicht mehr so viel“, so eSport-Profi Gil Grobe. „Das Passsystem ist eine komplett neue Umstellung. Das wird auch für die Pro-Spieler ein riesen Umschwung. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird. Ich komme bisher damit ganz gut klar, aber es ist wirklich eine Umstellung.

Die ganzen eigenerstellten Spielzüge sind eigentlich verworfen. Man fängt im Grunde bei null an. Man kennt zwar die Tastenbelegung und das Spiel an sich, aber dennoch muss man seinen Spielstil jetzt erst wieder neu finden.“

Torwart: Die undankbare Position

Die Spieler können jetzt auch den Torwart spielen.Im letzten Teil gab es ja bereits die Möglichkeit im 11-gegen-11-Modus auch als Abwehrspieler zu kicken. Besonders cool fanden das die meisten Spieler aber nicht. Viele wollen einfach nur Tore schießen. Glaubst du, dass es bei der Position des Torwarts anders sein wird?

„Es ist auf jeden Fall eine Neuerung auf die alle gewartet haben. Man will einfach 11 gegen 11 spielen. Und wenn man wirklich ein FIFA-Online-Team hatte, dann mussten eben drei oder vier Leute die Verteidigung spielen, aber da wird sich jetzt bestimmt auch einer finden, der den Torwart lenkt. Natürlich ist es eine undankbare Position, aber es eine neue Möglichkeit und man kann auch mal der Held sein. Wenn man in der 90. Minute den Ball hält, ist das auch schon super. Also es macht schon Spaß, aber ist natürlich auch eine undankbare Position, denn alle wollen lieber im Sturm spielen.“

Wenn man sich die Wertungen von PES und FIFA ansieht, so tun sich beide nicht wirklich viel. Oft geht es dabei wirklich nur um ein paar Prozentpunkte. Besonders FIFA 10 und PES 11 waren nah beieinander, aber auch FIFA 11 und PES 2011 nehmen sich nicht so viel. Ist der Unterschied tatsächlich so groß?

„Es sind einige PES-Spieler zu FIFA rübergegangen und auch einige Entwickler sind vom PES-Team zu EA gewechselt. Obwohl ich auch sagen muss, dass PES optisch sehr gut gelungen ist. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Teilen hat der Titel auch einen riesen Fortschritt gemacht. Es fühlt sich auch super gut an. Beide Spiele haben wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht. FIFA hat für mich aber immer noch die Nase vorn und nicht nur aufgrund der Lizenzen.“

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