Die Branche investiert bereits 345 Millionen Dollar

Die gute alte Form der sozialen Kontakte scheint sich immer mehr zu verflüchtigen. Jetzt sind es „Social Networking“-Sites und „MMORPGs“, die den Kontakt zu anderen Lebewesen herstellen sollen. Die Branche der virtuellen Welten boomt - und die Investoren sind schnell gefunden.

Rund 345 Millionen Dollar wurden bisher in diesem Jahr für virtuelle Welten im Internet ausgegeben. Diese Zahl veröffentlichte jetzt das Virtual Worlds Management. Momentan sprießen diese Seiten und Dienste geradezu aus dem Web-Boden - sie finden weltweit Interessenten.

Erst gestern, am 9. Juli, konnten wir die Geburtsstunde eines neuen „Sozialdienstes“ erleben. Google hat sein Gegenstück zu „Second Life“ veröffentlicht: Lively. Es sieht so aus, als würde fast jeder große Konzern eine Social-Networking-Website ins Leben rufen. Web 2.0 macht es möglich. Von zu Hause aus Kontakte knüpfen und Beziehungen aufbauen. Darin sind die Deutschen hinter Frankreich und Großbritannien mit 8,6 Millionen Nutzern ziemlich gut. Laut einer Zählung von Datamonitor sind 41,7 Millionen Europäer bei Social-Networking-Websites registriert. Stolze Zahl, da kann man es den Unternehmen nicht verdenken, wenn sie noch mehr Dienste ins Netz stellen.

Eine aufregende Zeit wartet auf die Websurfer. 50 Millionen Dollar wurden beispielsweise für den Massive Multiplayer Online Game (MMOG)-Entwickler „Realtime Worlds“ investiert. 100 Millionen erhielt die Plattform „9You“. Und zehn Millionen bekam im ersten Quartal des Jahres die Plattform „Unisfair“, eine Seite für virtuelle Events. Insgesamt 37 Deals wurden bisher in dieser Sparte getroffen und bis zum Jahresende werden noch einige Dienste folgen.

Damit scheint sich die Taktik/Vermutung von Peter Zetterberg (Microsoft) zu bewahrheiten. Der hatte dem PC kürzlich eine glorreiche Zukunft für Browser-Spiele und Social-Network-Titel angekündigt.

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