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Märchenfilme & Horror: Gruselfilme, die auf Märchen beruhen

Märchenfilm mit ein bisschen Horror: In "Red Riding Hood" spielt Amanda Seyfried Valerie, die eine Verbundenheit zu einem Wolf spürt. Der Horrorfilm ist angelehnt an das Märchen "Rotkäppchen".
Märchenfilm mit ein bisschen Horror: In "Red Riding Hood" spielt Amanda Seyfried Valerie, die eine Verbundenheit zu einem Wolf spürt. Der Horrorfilm ist angelehnt an das Märchen "Rotkäppchen".
Foto: Warner Bros. DE

Heutzutage basieren Horrorfilme immer wieder auf Märchen, also Prosatexten, die von fantastischen Begebenheiten handeln. Wer als Kind schon das eine oder andere Märchen kennengelernt hat, weiß, welch grausame Geschichten teilweise hinter ihnen stecken. Kein Wunder also, dass Märchenfilme ab und an zum Horrorgenre gehören.

Märchenfilme: Warum Horrorfilme auf Märchen basieren

Aus Märchen werden Märchenfilme: Charakteristisch für die alte Textgattung ist das Vorkommen fabelhafter Wesen. Ob sprechende Tiere, fantasievolle menschliche Charaktere wie Hexen und Zauberer ­– Märchen bieten viel Nährstoff für Regisseure, die nach grauenhaften Kreaturen suchen.

Nicht selten lassen sich in Märchen gesellschaftliche Themen aus dem Entstehungsjahr ableiten: Herrschaft, Kannibalismus, Armut und Hunger sind nur einige von ihnen. Und an Brutalität hat es in Märchen auch noch nie gefehlt: ob wie in "Fitchers Vogel" ein Massenmord in einer Kammer oder in "Der liebste Roland" das Zerhacken der eigenen Tochter.

Dass Regisseure und Produzenten sich also dafür entscheiden, Märchenfilme in die Horror-Schiene zu lenken, ist nicht abwegig. Wir haben uns drei Märchenfilme angeschaut, die sowohl fantasievoll als auch schaurig böse sein sollen. Wie gruselig sie wirklich sind, erfährst du hier.

"The Curse of Sleeping Beauty" (2016)

Basierend auf dem Märchen "La Belle au Bois dormant" von Charles Perrault verzauberte Dornröschen 1959 als Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios Groß und Klein. In dem Märchen wird Dornröschen von einer bösen Fee in einen ewigen Schlaf versetzt, der sich nur durch wahre Liebe beenden lässt.

"The Curse of Sleeping Beauty – Dornröschens Fluch" ist keine direkte Neuverfilmung des Zeichentrickfilms, vermixt aber Dornröschens Geschichte mit der eines neuen Charakters. Als der Onkel von Thomas stirbt, erbt dieser ein altes verfluchtes Anwesen, in dem Dämonen hausen. Thomas' Aufgabe ist es, die Dämonen im Schach zu halten.

Als immer wieder eine schlafende Schönheit in seinen Träumen vorkommt, vermutet er einen Zusammenhang zwischen Dämonen und dem Mädchen. Schnell findet Thomas heraus, dass die Dame in einer schaurigen Parallelwelt festgehalten wird. Er will das Geheimnis des Anwesens lüften, um die Schönheit zu retten.

Der US-amerikanische Horrorfilm wartet mit ein paar Schockeffekten und einer mysteriösen Atmosphäre auf. Laut dem Filmportal Moviepilot allerdings wirkt der 90-minütige Märchenfilm viel zu langatmig.

Außerdem: Ansätze des Märchens "Dornröschen" gibt es genügend, wer aber ein Märchen rund um die Storyline der Feen und der schlafenden Schönheit erwartet, liegt daneben. "The Curse of Sleeping Beauty" ist laut der User auf Moviepilot ein netter Mystery-Horrorfilm für zwischendurch. Echte Horrorfans werden aber wenig schockiert sein.

"Gretel & Hänsel – Ein Märchen neu erzählt" (2020)

Das Märchen im Original 1812: Hänsel und Gretel werden im Wald ausgesetzt, weil ihre Eltern in Not geraten. Nach einer Weile stoßen sie auf ein Haus, das aus Brot, Kuchen und Zucker besteht – und naschen davon. In dem Haus lebt jedoch eine böse Menschenfresserin, die es auf die beiden Kinder abgesehen hat. Das Ende des Märchens: Die böse Dame landet statt Hänsel im Backofen.

Der Märchenfilm "Gretel & Hänsel – Ein Märchen neu erzählt" von Oz Perkins bewegt sich sehr nah an der literarischen Vorlage. Ein Twist: Protagonistin ist die 16-Jährige Gretel. Aus genau diesem Grund heißt der Horrorfilm auch "Gretel & Hänsel".

Gretel (Sophia Lillis) und ihr Bruder landen auch hier im Wald, um für sich selbst zu sorgen. Als sie zunächst von einem netten Herren für eine Nacht aufgenommen werden, ziehen sie fort und treffen auf die böse Hexe Holda (Alice Krige). Zunächst freuen sich die Geschwister. Holda reicht ihnen genügend Essen und Trinken. Besonders Hensel fühlt sich wohl.

Gretel erahnt aber nach geraumer Zeit Böses. Nicht nur legt Holda mit jeder Stunde ihre freundliche Maske ab und entpuppt sich als griesgrämige, bösartige Hexe – schon bald lassen Ereignisse in der Hütte ahnen, dass nicht Hänsel und Gretel selbst zum Festmahl werden sollen, denn Holda giert nach Menschenfleisch.

Der Märchenfilm thematisiert Hungersnot, Kannibalismus und Kinderleid. Auf dem Filmportal Filmstarts gibt es für den Film eine solide Bewertung. Eine Mixtur aus New-Age-Film, Horror- und Märchenfilm klingt auf Papier dann doch spannender als er ist. Laut Zuschauer ist es ein netter Gruselfilm mit Spannung, die aber noch größer hätte sein können.

Den Märchenfilm gibt es ab dem 25. Januar auf Sky Cinema zu sehen. Für 22,50 Euro erhältst du eine Vielzahl an neuen Blockbustern und alten Klassikern und das Entertainment-Programm mit spannenden Serien. Du hast eine Folge verpasst? In der Mediathek von Sky kannst du jeden Film sehen, wann und wo du möchtest.

"Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond" (2011)

Ein moderner Märchenfilm mit Thriller- und Horrorelementen, angelehnt an das Märchen "Rotkäppchen" der Gebrüder Grimm. Wir alle kennen die Geschichte: Rotkäppchen wird von einem Wolf hinters Licht geführt, der Rotkäppchens Naivität ausnutzt und sie und ihre Großmutter verschlingt. Das Märchen gibt es mit verschiedenen Enden.

Eine der ersten Fassungen endet mit dem Tod Rotkäppchens. In der Fassung der Gebrüder Grimm werden Rotkäppchen und ihre Großmutter befreit und der Bauch des Wolfes mit Steinen gefüllt, die ihn töten.

"Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond" ist eine moderne Erzählung in Form eines Horrorstreifens: Valerie (Amanda Seyfried) wird von zwei Männern verehrt. Als im Dorf ein Bewohner von einem Werwolf gefressen wird, vermutet Valeries Vater einen bösartigen Killer dahinter.

Seine Theorie: Nachts verwandelt sich ein Bewohner des Dorfes in den Werwolf, um auf die Jagd zu gehen. Das Problem: Valerie gerät in große Gefahr, da der Werwolf scheinbar großes Interesse an ihr hegt.

Amanda Seyfried als Rotkäppchen sei laut Zuschauerbewertungen ein Augenschmaus. Laut dem Filmportal Rotten Tomatoes enttäuscht der Rest der Besetzung jedoch. Dadurch entstehe ein seichter Gruselfilm, der eher dahinplätschert. Für einen netten Filmabend ist der Märchenfilm völlig in Ordnung, fulminante Jump Scares sollte aber keiner erwarten.

Märchenfilme & Horror: Eine Fusion, die nur mäßig funktioniert

Märchenfilme im Horrorgenre: Funktioniert das überhaupt? So richtig sicher ist sich da wohl keiner. Obwohl Märchen gute Grundlagen für furchteinflößende Storys liefern, reißen die Märchenfilme im Horror-Gewand die Zuschauer nicht so richtig vom Hocker. Sie sind eben wie ein Wolf im Schafspelz: nichts Ganzes und nichts Halbes.

Wer auch ohne Märchenfilme Lust auf einen gemütlichen Filmabend hat, sollte sich die neuen Filme auf Sky im Januar anschauen. Ganz ohne Horror, aber auch voller fantasievoller Wesen: Animationsfilme bei Sky, die uns zum Lachen und Weinen bringen.

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