Schalke zittert sich zum Sieg: Jetzt geht es um die Champions League

Schalke-Jubel (von links): Caligiuri, Konoplyanka, Naldo.
Schalke-Jubel (von links): Caligiuri, Konoplyanka, Naldo.
Foto: firo

Mainz. Schalke 04 hat vorgelegt. Die Königsblauen haben durch den 1:0 (0:0)-Sieg beim abstiegsgefährdeten FSV Mainz 05 nicht nur ihren vierten Bundesliga-Sieg in Serie geschafft, sondern bleiben auch nach dem 26. Spieltag erster Bayern-Verfolger. Mit jetzt 46 Zählern liegt Schalke vier Punkte vor den engsten Verfolgern Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt, die am Sonntag im direkten Vergleich aufeinandertreffen. Das Erreichen der Champions League ist für Schalke möglich.

Tedesco lag richtig

Schalkes Trainer Domenico Tedesco, der sich wegen der körperbetonen Mainzer Spielweise gegen Max Meyer und für den kopofballstärkeren Weston McKennie im defensiven Mittelfeld entschieden hatte, lag mit seiner Warnung richtig.

„Die Mainzer spielen mit viel Herz. Grundsätzlich ist eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet, gerade zum Saisonende gefährlich. Man ist in der Lage, gewisse Urkräfte zu entwickeln“, so Tedesco. Seine Forderung: „Genau mit dieser Urkraft müssen wir ins Spiel gehen.“

Von Beginn an entwickelte sich vor 30655 Zuschauern eine Begegnung mit wenig spielerischer Finesse, dafür aber mit einer Fülle an rassigen Duellen und intensiven Zweikämpfen.

Kehrer musste behandelt werden

Schalkes Nabil Bentaleb setzte gleich zu Beginn ein Zeichen, indem er auf nassem Rasen mit voller Wucht in Mainz-Stürmer Robin Quaison rauschte (9.). Kurz darauf teilte Quaison aus – allerdings ohne Absicht. Nach einem Kopfball-Duell mit dem FSV-Brecher musste sich S04-Verteidiger Thilo Kehrer an der rechten geschwollenen Augenbraue behandeln lassen, konnte aber nach kurzer Unterbrechung wieder in die die königsblaue Abwehr zurückkehren.

Die beste Chance im ersten Abschnitt hatte – wie könnte es anders sein – das Mainzer Kraftpaket Quaison. Sein 16-Meter-Schuss zischte knapp am langen Pfosten vorbei (28.). Und was kam von Schalke? Bis auf Nabil Bentalebs verunglückte Direktabnahme (39.) wenig. Domenico Tedesco reagierte zur Pause, brachte Leon Goretzka für den enttäuschenden Alessandro Schöpf und schickte zu Beginn der zweiten Halbzeit Yevhen Konoplyanka für Marjo Pjaca auf das Feld.

Schalke ging aus dem Nichts in Führung

Mit der ersten gefährlichen Offensiv-Aktion ging Schalke aus dem Nichts in Führung. Daniel Caligiuri zirkelte den Ball nach Bentalebs Zuspiel aus 18 Metern zum 0:1 ins lange Eck (56.). Mainz ließ sich durch den Rückstand nicht unterkriegen, sondern antwortete mit druckvollem Spiel.

Nach einem Patzer von Guido Burgstaller zog Suat Serdar sofort ab, scheiterte aber am stark reagierenden Schalker Torwart Ralf Fährmann (65.). 180 Sekunden später stand Fährmann wieder im Blickpunkt, als er erneut gegen Serdar eingreigen musste.

Ujah schoss über den Kasten

Den abgewehrten Ball schoss Anthony Ujah im Nachschuss über den Kasten. Kurz darauf brannte es erneut im Gäste-Strafraum. Alexandru Maxim zog ab, wurde aber mit vollem Körpereinsatz von Nabil Bentaleb, der den Ball im Strafraum abblockte, gestoppt (70.).

Auch Mutus Versuch brachte den anrennenden Mainzern keinen Erfolg – Ralf Fährmann parierte ohne Mühe (75.). Und noch einmal Fährmann: Beim Kracher von Levin Öztunali riss der Torwart beide Fäuste hoch (84.) und rettete Schalke den schwer erkämpften Auswärts-Dreier.

Tore: 0:1 Caligiuri (55.)

 
 

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