Gelsenkirchen

„Kumpel und Malocher“: Schalke-Weltmeister Höwedes findet bewegende Worte nach seiner Absetzung

Benedikt Höwedes.
Benedikt Höwedes.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Benedikt Höwedes hat sich nach seiner für viele überraschenden Absetzung als Schalke-Kapitän bei Facebook gemeldet. Er findet versöhnliche Worte, auch wenn seine Enttäuschung zwischen den Zeilen durchklingt.

"Vorgestern hat mir der Trainer mitgeteilt, dass er nicht nur neue Akzente bei Training und Taktik setzen möchte, sondern auch bei der Besetzung des Mannschaftskapitäns. Auch wenn ich die Entscheidung nicht teile, habe ich diese natürlich zu akzeptieren", teilte Höwedes mit. Er ergänzte: "Solange ich Spieler des FC Schalke 04 bin, werde ich mich auf und neben dem Platz für den Verein, für die Mitarbeiter, für die Mannschaft und euch Fans zerreißen. Als Weltmeister und Nationalspieler, als Kumpel und Malocher."

Höwedes wünscht Fährmann jeden erdenklichen Erfolg

Höwedes Nachfolger wird Torhüter Ralf Fährmann. Ihm wünscht der Weltmeister "jeden erdenklichen Erfolg. Als Freund und als Führungsspieler. Gemeinsam möchten wir den FC Schalke 04 wieder dorthin führen, wo er stehen muss: Auf einem europäischen Platz."

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Am Samstag hatte Trainer Domenico Tedesco mitgeteilt, dass Benedikt Höwedes nicht mehr Schalke-Kapitän ist. "Wir möchten nicht dass sich die Mannschaft hinter Höwedes versteckt. Wir wollen es auf mehrere Schultern verteilen", sagte Tedesco. Und weiter: "Wir haben sechs Wochen hinter uns bringen dürfen. Ich habe die Mannschaft kennengelernt. Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass Ralf Fährmann neuer Kapitän wird und Leon Goretzka Vize-Kapitän."

Heidel: "Er war enttäuscht"

Schalke-Manager Christian Heidel erklärte: "Ich habe lange mit Höwedes gesprochen. Er war enttäuscht, ist mit der Entscheidung aber sehr professionell umgegangen. Diese Entscheidung kann auch ein Vorteil für Höwedes sein."

Höwedes spielt schon seit 2001 bei den Königsblauen. Seit Beginn der Saison 2011/12 ist Höwedes Mannschaftskapitän. "Seit sechs Jahren darf ich den FC Schalke 04 als Kapitän auf das Feld führen. Damals wie heute hat mich dieses Amt mit Stolz erfüllt. Vom Gang in die Kabine, an den Bildern der Ehrenspielführer wie Ernst Kuzorra und Berni Klodt vorbei, bis zum Abpfiff und weit darüber hinaus", meinte Höwedes. (las)

 
 

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