Rewe will gegen schlechtes Öko-Test-Ergebnis vorgehen – und erlebt eine Enttäuschung

Rewe: Ärgerlich! Denn auch beim zweiten Test von DIESEM Produkt lief alles gründlich schief.
Rewe: Ärgerlich! Denn auch beim zweiten Test von DIESEM Produkt lief alles gründlich schief.
Foto: imago/IPA Photo/STPP/Montage: DER WESTEN

Mineralöle gehören nicht unbedingt ins Toastbrot, dass dürfte sich jedem Menschen erschließen. Doch im Bio-Toastbrot der Eigenmarke von Rewe fand Öko-Test im Januar etwas zu viel davon.

Rewe bekam damals eine schlechtere Bewertung – und wollte dagegen vorgehen. Doch das ist gründlich schief gegangen.

Im Januar hatte das Verbrauchermagazin Öko-Test Toastbrote getestet. Ein Kriterium: Wie viel Mineralöl im Toastbrot nachweisbar ist. Das kann sich bei Verzehr im Körper anreichern und gilt als krebserregend. Nichts also, was man essen möchte.

Rewe: Verbesserung angekündigt

Doch im Rewe Bio-Vollkorntoastbrot fand sich genau das. Die Konsequenz: Nur die Note „befriedigend“. Damit war Rewe alles andere als zufrieden und kündigte an, das Produkt zu überarbeiten, berichtet das Newsportal „Ruhr24“.

--------------------

Mehr zu Rewe:

Rewe: Kunden benehmen sich daneben – Mitarbeitern platzt bei diesem Anblick der Kragen

Rewe: Kundin fällt bei DIESEM Anblick vom Glauben ab – „Im Ernst?“

Rewe: Kunde will online etwas bestellen – dann hakt er beim Supermarkt nach

--------------------

Rewe versprach den Testern, schnell nachzubessern. Der Mineralölanteil im Brot sollte deutlich gesenkt werden. Nun hat Öko-Test überprüft, ob dieses Kunststück gelungen ist.

Zunächst: Mineralöle gelangen meistens über zwei Wege in Lebensmittel: Durch Maschinen, die regelmäßig geschmiert werden müssen und bei der Brotherstellung im Einsatz sind, oder durch die Verpackung, etwa Kartons, Druckerfarben oder die Säcke, in denen die Rohstoffe transportiert werden. Also schon ein paar Stellschrauben, an denen man drehen kann.

--------------------------------

Das ist Rewe:

  • Rewe wurde 1927 in Köln gegründet
  • Damals schlossen sich 17 Einkaufsgenossenschaften zusammen
  • Der Name leitet sich von „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“ ab
  • Es gibt rund 3.300 Rewe-Filialen (Stand 2020)

--------------------------------

Nun also der zweite Test. Doch das wird Rewe wahrscheinlich nicht gefallen. Es ist zwar etwas weniger Mineralöl nachweisbar als beim vergangenen Test – auf das Ergebnis hat diese Verbesserung allerdings keinen Einfluss. Es bleibt also weiter bei einem „befriedigend“. Ärgerlich für die Supermarkt-Kette.


Außerdem bemängelten die Tester, dass ein weiterer Kritikpunkt gar nicht aufgearbeitet worden ist. Auf der Packung steht nach wie vor nicht, wie hoch der Ballaststoffgehalt des Brotes ist. Das sei aber eine wichtige Information für Menschen, die bestimmte Diäten einhalten müssen. Diesen Negativpunkt aufzuarbeiten, wäre allerdings einfach gewesen, berichtet „Ruhr24“. (evo)