Wirbel um Baulizenz des Robinson Clubs

Foto: Ralph Lueger

Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht der gesamten Tourismusbranche zu schaffen, auf Mallorca kommen nun auch noch hausgemachte Probleme hinzu.

Die 2001 von der Gemeinde Felanitx an den Robinson Club erteilte Genehmigung für die Erweiterung des Hotels „Cala Serena” wurde nun von einem Verwaltungsgericht annulliert - und zwar aufgrund der im selben Jahr eingereichten Klage von Anrainern, besagte Erweiterung würde im Widerspruch zu den Baurichtlinien der Gemeinde stehen. Drohen dem 2003 neu eröffneten Club nun tatsächlich bauliche Maßnahmen oder gar die Abrissbirne, weil die Erweiterung des Clubhotels um 312 Betten rechtswidrig war?

„Die Klage richtet sich gegen die Gemeinde und nicht gegen uns”, strahlt Robinson-Pressesprecherin Sabine Ernst Gelassenheit aus. Gleichwohl muss sie gegenüber dem Reise Journal zugeben, mit der Gemeinde in einem Boot zu sitzen. Und sollte das Urteil, das Felanitx-Bürgermeister Gabriel Tauler anfechten will, weiter Bestand haben, drohen der Gemeinde Schadensersatzforderungen in zweistelliger Millionenhöhe.

Nach einem Bericht der Mallorca-Zeitung ist man im Rathaus durchaus besorgt, habe man dem Robinson-Club Gespräche vorgeschlagen, in denen man Lösungsvorschläge zur Einigung mit den Klägern erötern will. Die Frage, wie solche „Lösungen” aussehen könnten, steht für Sabine Ernst gar nicht zur Debatte. „Wir sind im Besitz von gültigen Bau- und Betriebslizenzen und daher rechtlich auf der sicheren Seite.”

Gedanken an ein Worst case-Szenario „Abrissbirne” würden in der Robninson-Zentrale in Hannover nicht verschwendet. „Wir wussten, dass so ein Verfahren anhängig ist und haben es mit Gelassenheit verfolgt. Auch dieses Urteil beunruhigt uns nicht.”

 
 

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