Tui fürchtet nach Anschlag Tourismus-Einbruch in Türkei

Terrorismus an einem Urlaubsort verunsichert viele Reisende. Oft wenden sich Urlauber von dem betreffenden Reiseland ab.
Terrorismus an einem Urlaubsort verunsichert viele Reisende. Oft wenden sich Urlauber von dem betreffenden Reiseland ab.
Foto: Holly Pickett
Nach dem Terroranschlag in Istanbul sorgt sich der Reiseveranstalter Tui um die Tourismusbranche in der Türkei.

Düsseldorf. Europas größter Reiseveranstalter Tui sieht in dem Terroranschlag in Istanbul eine Gefahr für das beliebte Reiseziel Türkei. "Eigentlich ist jetzt die Zeit, in der Familien ihren Sommerurlaub in der Türkei buchen. Nun werden wohl viele erst einmal abwarten", sagte Konzernchef Fritz Joussen am Dienstagabend in Düsseldorf. Es gleiche einem Blick in eine Glaskugel, voraussagen zu wollen, was mit dem Reiseziel Türkei in diesem Sommer passieren werde. "Wir müssen mit der Unsicherheit leben und Alternativen anbieten."

Tunesien leide nach dem Terroranschlag auf ein Touristenhotel mit 38 Toten im Juni 2015 bis heute massiv unter den Folgen. Auch Ägypten spüre noch immer die Auswirkungen des möglicherweise von der Terrormiliz Islamischer Staat verursachten Flugzeugabsturzes mit 224 Toten im Oktober 2015 auf den Tourismus. Die Türkei sei als Reiseziel aber ungleich wichtiger als diese beiden Länder, sagte Joussen.

Die Auswirkungen auf die Bilanz des Ferienriesen sollen sich aber in Grenzen halten. "An dem Ziel, das TUI-Ergebnis in den nächsten drei Jahren um jeweils durchschnittlich 10 Prozent zu steigern, halten wir fest - trotz der unerwarteten Herausforderungen durch Terroranschläge in der Türkei, in Ägypten oder Tunesien", betonte der Manager. (dpa)