TUI erhöht Preise für Urlaubsreisen in der Wintersaison 2011/12

Deutschlands führender Reiseveranstalter TUI wird in der kommenden Wintersaison die Preise erhöhen.
Deutschlands führender Reiseveranstalter TUI wird in der kommenden Wintersaison die Preise erhöhen.
Wegen der höheren Kosten für Kerosin, Lebensmittel und Energie wird Deutschlands führender Reiseveranstalter TUI in der Wintersaison 2011/12 die Preise erhöhen. Die Urlaubsreisen werden auf der Mittelstrecke um durchschnittlich zwei Prozent teurer.

Boppard. Deutschlands führender Reiseveranstalter TUI erhöht die Preise für Urlaubsreisen in der Wintersaison 2011/12. Preisanpassungen seien wegen höherer Kosten für Kerosin, Lebensmittel und Energie sowie schlechterer Wechselkurse unvermeidbar, sagte TUI-Geschäftsführer Volker Böttcher am Sonntag in Boppard.

Im Sommer dieses Jahres verzeichnet die Unternehmensgruppe den Angaben zufolge ein deutlich stärkeres Wachstum als die Branche. Die Urlaubsreisen werden auf der Mittelstrecke um durchschnittlich zwei Prozent teurer, bei Fernzielen sind es im Durchschnitt vier Prozent. Bei einigen fernen Destinationen muss der TUI-Kunde deutlich mehr bezahlen. So erhöhen sich die Preise für eine Reise nach Thailand um sechs und nach Indonesien um acht Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Reisen nach Australien und Neuseeland, sagte Böttcher.

Unternehmen wächst stärker als die Branche

Im Sommergeschäft verzeichnet TUI bislang ein Umsatzplus von zwölf Prozent gegenüber der Saison 2010. Ende Mai habe die Umsatzsteigerung bei 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gelegen, während branchenweit in Deutschland ein Wachstum von 11,5 erzielt worden sei, sagte Böttcher.

Wegen der guten konjunkturellen Lage lägen die Buchungseingänge deutlich über denen im Sommer 2010. TUI profitiere dabei von eigenen, neuen Hotelkonzepten, vom Boom im Wellness- und Gesundheitstourismus sowie einer stärkeren Nachfrage von Familien.

Trotz Krise reisen mehr Gäste nach Griechenland

So verzeichnen auch die meisten Reiseziele von TUI mehr Gäste. Einen starken Einbruch der Besucherzahlen gibt es jedoch in Ägypten und Tunesien nach den Unruhen im Frühjahr. Davon profitieren vor allem die Türkei (+17 Prozent), Spanien (+13 Prozent) und Deutschland (+12 Prozent). Auch nach Portugal und Griechenland reisen trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation in beiden Ländern deutlich mehr Urlauber. Beide Staaten registrieren nach TUI-Angaben einen zweistelligen prozentualen Gästezuwachs.

Bei den Fernzielen liegen die USA mit einem Nachfragewachstum von zwölf Prozent vorn. Stärker gefragt als im Vorjahr sind Böttcher zufolge außerdem Thailand, Indonesien, Mexiko, Südafrika, Kenia, die Seychellen, Mauritius und die Malediven. TUI wird nach Böttchers Worten auch im Winter 2011/12 weiter wachsen. Getrübt wird der optimistische Ausblick des TUI-Chefs allerdings durch die im Januar eingeführte Luftverkehrsabgabe. Diese sei ein "schwerer ordnungspolitischer Fehler der Bundesregierung". Ohne diese Steuer würde die Branche deutlich stärker wachsen, sagte Böttcher. Einer Prognose zufolge bringe die Steuer bis Jahresende nur 570 Millionen statt der kalkulierten 940 Millionen Euro. (dapd)

 
 

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