Tourismusbericht - Neuer Gästerekord in Deutschland

Im Vergleich zum Vorjahr waren dem Tourismusbericht zufolge Hamburg und Berlin sehr beliebt.
Im Vergleich zum Vorjahr waren dem Tourismusbericht zufolge Hamburg und Berlin sehr beliebt.
Foto: Getty Images
Die Anzahl von Gästeübernachtungen ist laut Tourismusbericht der Bundesregierung erneut gestiegen und hat im vergangenen Jahr den Rekordwert von 407,3 Millionen erreicht. Nach einem Zuwachs der Geschäftsreisen um mehr als 12 Prozent sei Deutschland in Europa Tagungs- und Kongressland Nummer eins.

Berlin. Deutschland wird als Urlaubsreiseziel immer beliebter. Die Zahl der Gästeübernachtungen ist im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 407,3 Millionen geklettert, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Tourismusbericht der Bundesregierung hervorgeht. Das war ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 3,6 Prozent.

Die Übernachtungen ausländischer Gäste seien um 8,1 Prozent auf 68,8 Millionen gestiegen. Deutschland habe insgesamt etwa doppelt so stark zugelegt wie der europäische und weltweite Durchschnitt.

Der boomende Tourismus in Deutschland entwickele sich auch zum Jobmotor. Etwa 2,9 Millionen Erwerbstätige seien direkt in dieser Branche beschäftigt - sieben Prozent aller Erwerbstätigen. Mit nahezu 100 Milliarden Euro trage die Tourismusbranche 4,4 Prozent der Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft bei.

Die Konsumausgaben der Touristen beliefen sich auf 280 Milliarden Euro, 20 Prozent stammten von Geschäftsreisenden. Nach einem Zuwachs der Geschäftsreisen um mehr als 12 Prozent sei Deutschland in Europa Tagungs- und Kongressland Nummer eins.

Beliebteste Urlaubsregion sei Süddeutschland: Von den gut 407 Millionen Übernachtungen seien allein auf Bayern und Baden- Württemberg knapp 131,8 Millionen entfallen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten dem Bericht zufolge vor allem Hamburg und Berlin punkten. Hier seien 2012 die höchsten Zuwachsraten bei den Übernachtungen zu verzeichnen gewesen. Bei Auslandsgästen dominierten mit 52,1 Millionen Übernachtungen Touristen aus Europa. (dpa)