Taxiunternehmen fürchten Konkurrenz durch Limousinenservices

Pascal Brückmann
Als Taxifahrer muss man um jeden Kunden kämpfen. Das könnte in Zukunft jedoch deutlich schwieriger werden.
Als Taxifahrer muss man um jeden Kunden kämpfen. Das könnte in Zukunft jedoch deutlich schwieriger werden.
Foto: dpa
Viele Taxifahrer haben es an sich schon schwer über die Runden zu kommen. Doch in Zukunft könnte es noch schwieriger werden. Denn auf den Straßen tummeln sich immer mehr Limousinenservices, die mit Festpreisen und Fahrern in Anzug und Krawatte werben.

Essen. Ein neuer Trend mischt aktuell das Taxigewerbe auf, besonders in der deutschen Hauptstadt. 7600 Taxen und 15.000 Fahrer sind in Berlin unterwegs, viele der Unternehmer oder der angestellten Chauffeure kommen aber aufgrund des großen Wettbewerbs nur schwer über die Runden. Und jetzt biegt auch noch eine Konkurrenz um die Ecke, die mit Unterstützung von mächtigen Konzernen wie Sixt oder Daimler das Feld neu aufrollt. Gemeint sind die neuen Vermittler von Limousinenservices, die sich „Blacklane“ oder „My Driver“ nennen.

Prinzipiell bieten diese nur ein marginal anderes Produkt als die klassischen Droschkenfahrer. Die Anbieter der Limousinendienste versprechen jedoch, dass die Fahrer stets mit Anzug und Krawatte gekleidet sind und operieren überwiegend mit Festpreisen.

Wie diester Wettkampf ausgeht, ist völlig offen

Gerade im Segment der Transferfahrten zum Flughafen greifen immer mehr Verbraucher – aber auch Firmen – auf diesen Service zurück. Sehr zum Ärger der Taxifahrer, die nach Stunden in der Warteschlange am Airport zusehen müssen, wie die Limousinenkonkurrenz mit den Gästen davonbraust.

Wie dieser Wettkampf ausgeht, ist völlig offen. Aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Für die Verbraucher ist dieser Trend also kein Nachteil. Und in punkto Freundlichkeit und Service gibt es bei vielen Taxifahrern in der Tat einigen Nachholbedarf. Besonders in Berlin.