Reisekonzern Thomas Cook nimmt Ägypten nach Unruhen wieder ins Programm

Die politische Lage in Ägypten entspannt sich nur langsam. Der Reiseanbieter Thomas Cook wird ab Ende September wieder Reiseziele in Ägypten im Programm haben.
Die politische Lage in Ägypten entspannt sich nur langsam. Der Reiseanbieter Thomas Cook wird ab Ende September wieder Reiseziele in Ägypten im Programm haben.
Foto: Yahya Arhab
Während in Ägypten weiterhin ein von der Armee verhängter Ausnahmezustand gilt, hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung teilweise aufgehoben. Und auch Reiseveranstalter Thomas Cook rudert zurück: Ab dem 30. September nimmt der Konzern einige Reiseziele am Roten Meer wieder ins Programm auf.

Oberursel. Der Reiseanbieter Thomas Cook bietet ab 30. September wieder Reisen in die ägyptischen Urlaubsgebiete am Roten Meer an. Die Entscheidung sei angesichts der "kontinuierlich ruhigen Lage" dort sowie auf Basis übereinstimmender Berichte von Behörden und eigenen Vertretern vor Ort getroffen worden, teilte der Reisekonzern am Mittwoch in Oberursel mit.

Gebiete, für die weiterhin eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes gelte, würden aber noch nicht wieder in das Programm aufgenommen, erklärte Thomas Cook. Die Warnung bezieht sich auf die Hauptstadt Kairo, die oberägyptischen Reiseziele Luxor und Assuan, das Nildelta sowie Nilkreuzfahrten.

Blutige Räumungen von Protestlagern

Zu der Thomas Cook-Gruppe gehören der gleichnamige Reiseveranstalter sowie die Unternehmen Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours sowie die Fluglinie Condor.

Deutsche Reiseanbieter hatten ihre Aktivitäten in Ägypten nach der Entmachtung des Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär und den folgenden blutigen Räumungen von Protestlagern seiner Anhänger im August aus Sicherheitsgründen generell gestoppt. In Ägypten gilt nach wie vor ein von der Armee verhängter Ausnahmezustand. (afp)