Portugal ist jetzt als Corona-Mutationsgebiet eingestuft

In Regionen um die portugiesische Hauptstadt Lissabon  machte die besonders ansteckende britische Virusvariante sogar 20 Prozent  aller Neuinfektionen in Portugal aus.
In Regionen um die portugiesische Hauptstadt Lissabon machte die besonders ansteckende britische Virusvariante sogar 20 Prozent aller Neuinfektionen in Portugal aus.
Foto: Tobias Schormann
Die Bundesregierung hat Portugal ab Mittwoch als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft.

Berlin. Das teilte das Robert Koch-Institut am Montag auf seiner Internetseite mit. Bisher gehören nur Großbritannien, Irland, Brasilien und Südafrika in diese höchste Risiko-Kategorie. Portugal gilt dagegen noch als „Hochinzidenzgebiet“, der mittleren von drei Risikostufen.

Für Reisende aus Portugal ändert sich durch die neue Einstufung kaum etwas. Wie bisher, müssen sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, wenn sie nach Deutschland einreisen. Anschließend müssen sie für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem weiteren Test befreien können. Bei Einreise aus den Mutations-Gebieten ist es aber noch schwerer, sich von der Quarantäne ganz befreien zu lassen.

Weltweit höchste Neuinfektionszahlen

Portugal gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Neuinfektionszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Am Sonntag wurden mit 275 Corona-Toten mehr als je zuvor gemeldet. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden machte die besonders ansteckende britische Virusvariante am Mittwoch vergangener Woche bereits etwa 13 Prozent aller Neuinfektionen in Portugal aus, in Regionen wie Lissabon sogar 20 Prozent. Die Regierung begründete am Donnerstag ihre Entscheidung, alle Kitas, Schulen und Unis für zwei Wochen zu schließen, mit dem starken Anstieg der Ansteckungen im Zusammenhang mit der britischen Mutation. (dpa)

 
 

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