Neues Logo, neue Rekorde - Schauinsland Reisen weiter auf Erfolgskurs

Das neue Logo von Schauinsland Reisen zeigt eine Sonne.
Das neue Logo von Schauinsland Reisen zeigt eine Sonne.

Essen. Schauinsland Reisen bleibt weiter auf Erfolgskurs: Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde das Geschäftsjahr 2013/14 mit einem Umsatzplus von 23,7 Prozent beendet. 970 Millionen Euro gaben 1,25 Millionen Kunden bei dem Familienbetrieb aus – Platz 7 unter den deutschen Reiseveranstaltern.

Doch das Wachstum könnte jäh gebremst werden. Und zwar ausgerechnet von der Stadt Duisburg. Die Finanzbeamten prüfen aktuell eine Gewerbesteuerhinzurechnung, sprich eine Nachzahlung, „die uns im schlimmsten Fall 30 Millionen Euro kostet“, ärgert sich Gerald Kassner. Existenziell sei das zwar nicht, so der Schauinsland-Chef. Doch wollte man das Geld eigentlich in einen Neubau stecken. 100 neue Arbeitsplätze sollten am Hafen entstehen. „Pläne, die wir bis zur Klärung auf Eis legen“, so Kassner. Geld könne schließlich „nur einmal ausgegeben werden“.

Neues Sonnenlogo ziert Marke

Hintergrund: Alle deutschen Veranstalter sollen für den Einkauf von Hotelübernachtungen rückwirkend ab 2008 Gewerbesteuer zahlen. Ein Umstand, der laut Deutschem Reiseverband (DRV) für viele Veranstalter „existenziell werden wird“. 25.000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

Schauinsland will sich trotz aller Zahlenspiele 2014/15 mit neuem Logo und dem Slogan „Urlaub in besten Händen“ voll auf seine Produkte konzentrieren. Unter anderem soll der Anteil von Exklusiv-Hotels von heute zehn auf 20 Prozent steigen – wobei vorerst keine eigene Hotelmarke geplant sei. Man wolle vielmehr mit exklusiven Partnern noch enger zusammen arbeiten.

Verlierer dürften die Kanaren sein

Für Kunden: Der nächste Sommer ist größtenteils bereits zur Buchung freigegeben. Der durchschnittliche Reisepreis wird wegen des Comebacks von günstigen Ägyptenreisen von 793 Euro auf 776 Euro sinken. Mit erneut großer Nachfrage rechnet man in Duisburg für Mallorca, die Türkei, Bulgarien, die Emirate und – wieder attraktiv – Griechenland. Verlierer dürften die Kanaren sein, die im Vorjahr von den Umbuchungen Tausender Ägypten-Reisender profitierten.

Ein klares Bekenntnis gab Kassner den Reisebüros: 80 Prozent der Reisen würden vor Ort verkauft, die persönliche Beratung sei „ein hohes Gut“, so Kassner. Der Onlinehandel liege nicht wie bei den meisten Konkurrenten im Fokus.

www.schauinsland-reisen.de

 
 

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