Naturschutzbund: Kreuzschifffahrt hat keine Klimastrategie

Die Reederei Aida Cruises beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit der Entwicklung alternativer Antriebe.
Die Reederei Aida Cruises beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit der Entwicklung alternativer Antriebe.
Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa
Der Naturschutzbund hat herausgefunden, dass sich kaum eine der großen Reedereien in Europa mit der Reduzierung von Emissionen beschäftigt.

Hamburg. Den großen Reedereien in der Kreuzschifffahrt fehlt nach Einschätzung des Naturschutzbundes Nabu eine Strategie, um in überschaubarer Zeit ohne klimaschädliche Emissionen unterwegs zu sein. Lediglich einzelne Unternehmen wie der französische Luxus-Anbieter Ponant und die Rostocker Reederei Aida Cruises hätten mit der Entwicklung entsprechender Antriebe begonnen oder sie teilweise in Pilotprojekten zum Einsatz gebracht, teilte der Nabu am Donnerstag in Hamburg mit.

Die Hälfte von 18 befragten Reedereien auf dem europäischen Markt hätten sich zwar zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens bekannt, aber daraus keine nachvollziehbare Strategie entwickelt, heißt es in der Mitteilung. Die deutschen Anbieter TUI Cruises und Hapag-Lloyd-Cruises landeten bei der Bewertung durch den Nabu im oberen Drittel. (dpa)

 
 

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