Mobilfunkanbieter schränken Leistungen im Ausland ein

Kurzer Anruf vom Pool? Innerhalb der EU kostet der Anruf nach Hause demnächst nur noch so viel wie ein Inlandsgespräch.
Kurzer Anruf vom Pool? Innerhalb der EU kostet der Anruf nach Hause demnächst nur noch so viel wie ein Inlandsgespräch.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn  
Obwohl die Roaming-Gebühren im EU-Ausland zum 15. Juni wegfallen, drohen bei Handynutzung im Ausland Kosten. Ein Blick in den Vertrag lohnt sich.

Berlin.. Mit dem Wegfall der Roaminggebühren vom 15. Juni an sollen Mobilfunkkunden im EU-Ausland ihren Handyvertrag eigentlich so nutzen können wie daheim - ohne Extrakosten. Allerdings schränken einige Anbieter ihre Leistungen im EU-Ausland ein, so dass am Ende doch zusätzliche Kosten anfallen, wenn man sein Telefon so nutzt wie zu Hause. Das hat "Finanztest" bei einer Befragung von 16 Mobilfunkanbietern herausgefunden (Ausgabe 7/17).

Vor allem Kunden mit einer sogenannten Community-Option in ihrem Tarif müssen den Angaben zufolge genau hinschauen: In Deutschland sind für sie Telefonate zu anderen Kunden desselben Anbieters kostenlos oder günstiger. Doch im Ausland gelten diese Vergünstigungen bei manchen Providern nicht: Die Verbindungen werden auf gebuchte Minutenkontingente angerechnet oder kosten so viel wie alle Verbindungen auch.

Vor dem Urlaub in den Vertrag schauen

Ein zweiter Punkt, der den Testern vereinzelt aufgefallen ist: Reine Datentarife - etwa für Tablets - sind nur im Inland nutzbar. Deshalb sollten Mobilfunkkunden unbedingt vor dem Urlaub prüfen, ob ihr Vertrag bereits eine Roaming-Option enthält und welche Konditionen genau gelten. (dpa)

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