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Mehr Gäste in den Jugendherbergen in Schleswig-Holstein

Blick auf den Teppich am Eingang einer Jugendherberge. (zu dpa: «Noch Betten frei: Jugendherbergen im Norden freuen sich über Neustart») Foto: Friso Gentsch/dpa
Blick auf den Teppich am Eingang einer Jugendherberge. Foto: Friso Gentsch/dpa
Jugendherbergen in Schleswig-Holstein: Die Zahlen sind noch nicht wieder auf altem Niveau. Der Trend der Gästezahlen zeigt aber klar nach oben.

Hamburg/Kiel. 

Die 39 Jugendherbergen in Schleswig-Holstein sind vergleichsweise gut durch das zweite Corona-Jahr gekommen. Die Zahlen seien aber noch weit entfernt vom Niveau vor der Pandemie, teilte der Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) am Mittwoch mit. 2021 besuchten demnach 116 869 Gäste die Häuser im nördlichsten Bundesland, nach 76 637 im Jahr 2020.

Auch die Zahl der Übernachtungen stieg wieder an: Von 243 152 im Jahr 2020 auf 421 026 im vergangenen Jahr. Im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es allerdings mit 246 458 Gästen mehr als doppelt so viele wie 2021. Die Zahl der Übernachtungen betrug in dem Jahr 778 251.

Nur die Hälfte eines normalen Jahrs

„Das Jahr 2021 hielt sehr viele Herausforderungen für uns bereit. Ich bin stolz auf uns, dass wir sie gemeinschaftlich gemeistert haben“, sagte die Vorsitzende des Landesverbandes, Angela Braasch-Eggert. Zum Landesverband Nordmark gehören neben den 39 Häusern in Schleswig-Holstein, 2 in Hamburg sowie 4 im nördlichen Niedersachsen.

Die Jugendherbergen durften wegen des pandemiebedingten touristischen Übernachtungsverbots zunächst bis weit in den Frühling 2021 hinein keine Gäste begrüßen. Bis Ende des Jahres verzeichneten die Jugendherbergen im Norden insgesamt knapp 540 000 Übernachtungen von gut 153 000 Gästen. In normalen Jahren werden den Angaben zufolge mehr als eine Million Übernachtungen verzeichnet.

Überlebenswichtige Förderprogramme

Verglichen mit dem ersten Corona-Jahr 2020 steigerte sich das Ergebnis jedoch um zwei Drittel. Auch die Sondernutzungen einiger Herbergen beispielsweise als Impfzentren, Kurzarbeit und Förderprogramme wie „Aufholen nach Corona“ waren den Angaben zufolge überlebenswichtig für den Landesverband Nordmark. Für 2022 geben zahlreiche bereits gebuchte Aufenthalte dem Verband zudem Hoffnung auf ein – den Umständen entsprechend – gutes Jahr. (dpa)