Massentourismus auf Mallorca - Umweltschützer protestieren

Gegen den Massentourismus: Naturschutzverbände riefen nun auf Mallorrca zu einer Kundgebung auf.
Gegen den Massentourismus: Naturschutzverbände riefen nun auf Mallorrca zu einer Kundgebung auf.
Foto: Jens Kalaene
Umweltschützer haben für den 23. September eine Großdemonstration gegen Massentourismus und private Ferienwohnungen auf Mallorca angekündigt.

Frankfurt/Main.. Zu der Kundgebung am 23. September riefen am Montagabend unter anderem Naturschutzverbände der spanischen Urlaubsinsel auf. Die Demonstration soll auf dem Plaça d'Espanya im Zentrum der Insel-Hauptstadt Palma unter dem Motto "So weit ist es gekommen! Stoppt die Massentourismus!" stattfinden. "Ziel der Demo ist es, neue Alternativen zum Tourismusmodell zu finden. Wir müssen die Wirtschaft der Inseln diversifizieren und dürfen nicht allein vom Tourismus abhängig sein", sagte eine Verbandssprecherin.

Teils gewalttätige Proteste

In den vergangenen Wochen hatte es auf Mallorca und in anderen beliebten Reisezielen Spaniens wie etwa Barcelona teils gewalttätige Proteste gegen die Auswüchse des Tourismus gegeben - Vermummte schlitzten Reifen von Touristenbussen auf.

Demonstranten machen den Tourismus auch für steigende Immobilienpreise verantwortlich. Bürgerinitiativen und linke Organisationen hatten Anfang August auf Mallorca unter anderem vor dem Tourismusministerium der Balearen demonstriert.

"Tourism kills the city"

In Palma tauchten erneut Protest-Graffiti und -Plakate mit Aufschriften wie "Tourism kills the city" (Tourismus tötet die Stadt) auf. Am Ballermann machen Anwohner ihrem Ärger gegen "Sauftouristen" Luft, indem sie an Fenster oder auf Balkone schwarze Fahnen hängen.

Die linke Regionalregierung Palmas versucht mit einer Verdoppelung der Touristenabgabe ab 2018 gegen den Massentourismus vorzugehen. Vor kurzem trat ein Gesetz in Kraft, das unter anderem die Zahl der Übernachtungsplätze auf den Balearen auf gut 623 000 beschränkt. (dpa)

 
 

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