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Landschaften aus Wasser: Niederlande Wasserland

Foto: NBTC

Die Niederlande und das Wasser sind seit jeher untrennbar miteinander verbunden. Das ergibt sich allein aus der geografischen Lage des Landes mit stolzen 450 Kilometern Nordseeküste. Aber auch hinter den Deichen erlebt man eine vom Wasser geprägte Landschaft. Auf Kanälen, Grachten, Seen und Flüssen bewegt der Niederländer sich fort, ganze Landstriche hat er dem Wasser abgetrotzt. Zu den Ikonen unseres Nachbarlandes zählen neben Klompen und Tulpen doch vor allem die zahlreichen Mühlen, die den Bewohnern die Füße trocken halten. Weitgehend unentdeckt von den zahlreichen Küstenurlaubern tun sich in den grünen Nationalparks geradezu verwunschene Landschaften auf.

De Biesbosch – Irrgärten aus Wasser

Auf der Liste der besonderen Wassergebiete darf der Nationalpark De Biesbosch nicht fehlen. Der Nationalpark fasst eigentlich die Geschichte Hollands sowie des Wassers zusammen. Von Überschwemmungen und Eindeichung. Von Mühlen und Schöpfwerken und von Baggerarbeiten und Schiffsbauern. Es zeigt die ewige Verschiebung der Grenzen zwischen Land und Wasser und wie die Holländer diesen Prozess in ein einzigartiges Gebiet voller Möglichkeiten gelenkt haben.


Auf einer Fläche von 8.000 Hektar erstrecken sich hier wahre Irrgärten aus kleinen Flüssen. Ein Kanu oder ein so genanntes Flüsterboot ist das perfekte Fortbewegungsmittel, um paddelnd die unberührte Natur erkunden. Zudem ist es für Vogelbeobachter aufgrund der zahlreichen Arten von Wasservögeln, die das Gebiet für ihre Nahrungssuche verwenden, äußerst interessant.

Wer ein wenig mehr Zeit im De Biesbosch verbringen möchte, kann in einer Ecolodge auf dem Wasser übernachten und erwacht am nächsten Morgen mit einer tollen Aussicht.

Dordrecht: Die älteste Stadt Hollands

Ganz in der Nähe von De Biesbosch liegt die älteste Stadt der Niederlande: Dordrecht. Die historische Innenstadt zieren denkmalgeschützte Packhäuser, die an die wohlhabende Vergangenheit erinnern. Wie viele andere niederländische Städte erlangte auch Dordrecht seinen Reichtum durch den Handel über die Wasserwege. Wandern und Entdecken

Wer die Schönheit von Dordrecht entdecken möchte, muss auf jeden Fall eine der tollen Wanderungen machen. Beispielsweise die „Hochwasserwanderung“ oder die „Runde von Dordt“, bei der ein Besuch des Museums „Het Hof van Nederland“ nicht fehlen darf.

Ein weiteres Muss ist eine Rundfahrt auf der Dordtevaar; ein speziell für die Kanäle von Dordrecht entworfenes Boot, das die einzigartige Wassergeschichte der Stadt mit faszinierenden Lagerhäusern, interessanten Einblicken und den besonderen „tropfenden Brücken“ zeigt.

Venedig in den Mooren

Seen, Teiche und Kanäle, die sich durch prachtvolle Wälder ziehen. Rietinseln, die im Moor auftauchen. Das ist der Nationalpark Weerribben-Wieden. In dieser Landschaft haben die Niederländer über Jahrhunderte hinweg gegen das Wasser gekämpft, um ihre Dörfer zu schützen. Heute steht die Erholung in der Natur im Vordergrund. An vielen Stellen kann man Kanus, „Flüsterboote“ oder Ruderboote mieten. Unterwegs gibt es Wasservögel zu beobachten, mit ein bisschen Glück entdeckt man zwischen den vielen Wasserpflanzen sogar einen Otter. Auch Wanderern und Radfahrern stehen viele Routen zur Auswahl. Im Nationalpark befindet sich auch das idyllische Dörfchen Giethoorn. Die rietgedeckten Bauernhäuser Giethoorns liegen auf kleinen Moorinseln, die durch 170 Holzbrücken miteinander verbunden sind. Auf einer Bootsfahrt entlang der vielen kleinen Brücken wird dem Besucher schnell klar, warum man den Ort auch „Venedig des Nordens“ nennt.

Weitere Infos unter www.holland.com/wasserland