Kanaren-Kreuzfahrt: Die Suche nach dem ewigen Frühling

Suche nach dem ewigen Frühling - Kreuzfahrt durch die Kanaren.
Suche nach dem ewigen Frühling - Kreuzfahrt durch die Kanaren.
Insel des ewigen Frühlings - so nennt sich Madeira. Auch die Kanaren tragen diesen Beinahmen. Kanarenkreuzfahrten werden im Winter angeboten.

Las Palmas.. Die "Mein Schiff 3" schaukelt ganz ordentlich auf den Wellen des Atlantiks irgendwo zwischen Gran Canaria und Madeira. Bei drei bis vier Metern hohen Wellen helfen auch die modernsten Stabilisatoren nichts. Kapitän Dimitris Papatsatsis hat aber schon ganz anderes überstanden. Neben einem Piratenüberfall auf einem Frachtschiff trieb er auch schon einmal mit Maschinenschaden in 13 Meter hohen Wellen. "Seekrank bin ich nur, wenn ich nicht auf See bin", sagt der Hamburger mit griechischen Wurzeln.

Vom so viel gepriesenen ewigen Frühling auf den Kanaren und Madeira war auch beim Ablegen am Abend zuvor auf Gran Canaria wenig zu sehen: Zur Auslaufmelodie "Große Freiheit" von Unheilig fängt es kräftig an zu regnen.

Riesige Blütenmeere

Nach dem ersten Seetag bietet sich auf Madeira ein ganz anderes Bild - obwohl der Schiffswetterbericht noch leichten Regen vorausgesagt hatte, strahlt die Sonne vom Himmel. Ist also doch was dran am Beinamen "Insel des ewigen Frühlings"? Es scheint so. Und auch ihrem zweiten Beinamen "Blumeninsel" macht Madeira alle Ehre. Überall in den Parks der Hauptstadt Funchal liegen riesige Blütenmeere.

Für die Besucher vom europäischen Festland ist die Blütenpracht nach den grauen Wintermonaten überwältigend. Besonders eindrucksvoll ist diese im Jardim Tropical Monte Palace. Dorthin führt die Besucher eine eindrucksvolle Fahrt mit der Seilbahn.

Bastsonnenschirme als Regenschutz

Auf La Palma, der zweiten Station der einwöchigen Kreuzfahrt, hat sich der Frühling wieder verkrochen. Der Ausflug zum Strand Los Cancajos beginnt mit Nieselregen. Eine einsame Familie sucht Schutz unter einem der Bastsonnenschirme. Nur die Kinder scheint der Regen nicht zu stören, sie buddeln eifrig im schwarzen Sand.

Winterangebote Nächster Versuch mit dem Frühling am folgenden Tag auf Teneriffa. Der morgendliche Blick aus dem Kabinenfenster auf den Teide ist ernüchternd. Der Gipfel des mit 3718 Metern höchsten Berg Spaniens zeigt sich schneebedeckt. Immer wieder ziehen dicke Wolkenpakete um die Spitze des Vulkans. Eine Chance hat der Frühling noch: auf Fuerteventura. Und die nutzt er. Auf der Fahrt zu den endlosen Sandstränden von Corralejo reißt der Himmel auf. Fortan brennt die Sonne - zusammen mit dem kräftigen Wind und recht kühlen Temperaturen eine gefährliche Kombination: Beim Abendessen sieht man viele vom Sonnenbrand leuchtend rote Köpfe. (dpa)

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