Im Australien-Urlaub bedrohten Tierarten helfen

Koalas gehören zu den bedrohten Tierarten in Australien. Bei einem Urlaub kann man sich aktiv für ihr Überleben einsetzen. Foto: Gerd Wallhorn
Koalas gehören zu den bedrohten Tierarten in Australien. Bei einem Urlaub kann man sich aktiv für ihr Überleben einsetzen. Foto: Gerd Wallhorn
Foto: WAZ FotoPool
Mehr als nur Urlaub: Im australischen Bundesstaat Victoria können sich Touristen bei Naturschutzprojekten kurzzeitig als Gasthelfer engagieren. Dabei setzen sie sich für das Überleben von Pinguinen, Koalas oder Tasmanischen Langnasenbeutlern ein.

Melbourne. Ob Pinguine oder Koalas - im australischen Bundesstaat Victoria leben viele bedrohte Tierarten. Während eines Urlaubs im Südosten des Fünften Kontinents können Reisende diese seltenen Tiere nicht nur beobachten, sondern sich auch aktiv für ihr Überleben einsetzen. Mehrere Naturschutzprojekte bieten Touristen an, sich kurzzeitig bei ihnen als Gasthelfer zu engagieren.

Etwa neunzig Autominuten von Melbourne entfernt liegt zum Beispiel der Phillip Island Nature Park. Ab Juli können sich Urlauber hier im Rahmen eines dreitägigen Volunteer-Programms für Zwergpinguine einsetzen. An der Seite des örtlichen Rangers kontrollieren die touristischen Naturschützer zum Beispiel Gräser oder pflanzen Bäume und Sträucher. Abends oder nachts kann man die Tiere bei ihrer "Pinguinparade" beobachten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter penguins.org.au.

Vom Aussterben bedrohte Tiere

Ab September können Touristen im Cape Otway Centre im Süden Victorias an drei bis sechs Tagen zum Schutz der Koalas beitragen. Bei ihrer freiwilligen Arbeit geht es vor allem darum, den Lebensraum der Koalas, die Eukalyptusbäume, zu bewahren. Nicht ganz so bekannt wie die Koalas sind die ebenfalls hier lebenden Riesenbeutelmarder (Quolls). Auch am Schutz dieser Tiere, die in Australien vom Aussterben bedroht sind, können sich die Helfer beteiligen. Weitere Informationen: capeotwaycentre.org

Auch die Organisation "Conservation Volunteers" ermöglicht ökologische Freiwilligenarbeit. In Victoria werden Naturschützer zum Beispiel in den Hamilton Community Parklands im Grampians-Gebirge eingesetzt, um den Tasmanischen Langnasenbeutler zu schützen. Die Teilnahme an diesem Naturschutzprojekt dauert drei oder sechs Tage. Weitere Informationen unter conservationvolunteers.com.au.

Je nachdem, wo man mitarbeiten möchten, sollten man damit rechnen, etwa für Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen zu müssen. Allgemeine Auskünfte zum Bundesstaat Victoria gibt im Internet unter visitmelbourne.com/de. (dapd)

 
 

EURE FAVORITEN