Explosion in wiedereröffneter Stahlfabrik in Vietnam

Einer Chemiekatastrophe im Frühjahr 2016 fielen in Vietnam hunderte Tonnen Fisch zum Opfer.
Einer Chemiekatastrophe im Frühjahr 2016 fielen in Vietnam hunderte Tonnen Fisch zum Opfer.
Foto: Uwe Anspach
Kurz nach Wiedereröffnung einer Fabrik im Vietnamesischen Ha Tinh kam es zu einer Explosion. 2016 war aus der Fabrik Abwasser ins Meer gelangt.

Hanoi.. Sie war nach einem Fischsterben geschlossen worden, nun hat eine Explosion eine erst kürzlich wiedereröffnete Stahlfabrik in Vietnam erschüttert. In dem Unternehmen Formosa Ha Tinh Steel in der nördlichen Provinz Ha Tinh sei ein Kalkofen explodiert, berichteten örtliche Medien am Mittwoch. Verletzte gab es demnach nicht. Im Frühjahr 2016 war aus der Fabrik unbehandeltes Abwasser ins Meer gelangt, wie die Behörden später feststellten. Hunderte Tonnen Fisch verendeten damals. Die Fabrik war erst seit Montag wieder in Betrieb.

Die Umweltkatastrophe hatte im April und Mai 2016 mehr als 200 Kilometer Küste verseucht. Die örtliche Wirtschaft, die sich auf Fischerei und Tourismus stützt, erlitt Einbußen. Formosa hatte nach dem Vorfall eine Entschädigung von 500 Millionen Dollar (448 Millionen Euro) gezahlt, wie das Nachrichtenportal "VN Express" schreibt.

Die Ursache der Explosion vom Dienstagabend war zunächst nicht klar. Arbeiter, die sich einen Kilometer entfernt befanden, sagten, die Detonation sei so stark gewesen, dass sie den Boden erschüttert habe, berichtete "VN Express". Formosa Ha Tinh Steel gehört zum taiwanesischen Stahl- und Chemiekonzern Formosa Plastics Group. (dpa)

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