Campingplätze in Brandenburg starten gut in die Saison

Urlaub in Wohnmobilen erfreut sich in Brandenburg immer größerer Beliebtheit.
Urlaub in Wohnmobilen erfreut sich in Brandenburg immer größerer Beliebtheit.
Foto: Archiv
Urlaub im Zelt erlebt eine Renaissance. Zudem bietet die Branche Unterkünfte mit Ferienhäusern in Weinfässern oder mietbaren Wohnmobilen an.

Potsdam.. Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit. Entsprechend positiv blickt die Branche auf die zurückliegende und kommende Saison. «Camping ist eine ernstzunehmende Urlaubsform geworden und lässt sich längst nicht mehr auf Übernachtung auf dem Campingplatz reduzieren«, sagte die Sprecherin des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Brandenburg, Manuela von Schroedel-Siemau der Deutschen Presse-Agentur. Das breitere Angebot locke entsprechend immer mehr Gäste.

Dass mehr Menschen die derzeit 172 märkischen Campingplätze nutzen, bestätigt auch die Tourismus Marketing Brandenburg (TMB). «Die Anzahl der Plätze und der dort angebotenen Schlafplätze ist zwar zurückgegangen, die Zahl der Gäste und Übernachtungen hat aber erheblich zugenommen», sagte TMB-Sprecherin Birgit Kunkel.

Branche verzeichnet Rekordzahlen

2017 sei erstmals die Zahl von einer Million Übernachtungen auf den Campingplätzen überschritten worden. Im vergangenen Jahr habe die Branche aufgrund des guten Sommers erneut einen Rekord erzielen können - fast 1,3 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. «Die Campingwirtschaft war im letzten Jahr der Wachstumstreiber», so Kunkel.

Weil die Branche stark wetterabhängig ist, versuchen die Platzbetreiber mit zusätzlichen Ideen zu punkten. «Es ist das Gesamtpaket der Angebote, das Camping in Brandenburg so erfolgreich macht», sagt Manuela von Schroedel-Siemau. Es sei vom klassischen Zeltplatz bis hin zur Fünf-Sterne-Ferienhausanlage fast alles zu finden. Urlauber brauchten noch nicht mal eine eigene Campingausrüstung, denn vielerorts stünden Wohnwagen oder Mobilheime zur Verfügung.

Viele Plätze investieren in Qualität und Angebotsvielfalt. Der «Königliche Campingplatz Sanssouci» in Potsdam hat beispielsweise in den vergangenen Jahren seine Sanitäranlagen renoviert und ausgebaut. «Das A und O ist die Sauberkeit», sagt Campingplatz-Marketingmitarbeiterin Annika Sommerfeld. Gäste nutzten sowohl Stellplätze für Wohnmobile, als auch Ferienhäuschen, die auf dem Platz originellerweise in großen Weinfässern untergebracht sind. «Was wir auch feststellen ist, dass das Zelt eine Renaissance erlebt», berichtet Sommerfeld.

Zahl der Dauercamper hat sich stabilisiert

Die Saison sei mit tollem Wetter und einem ausgebuchten Platz über die Osterfeiertage gestartet. «Die kommenden Feiertagswochenenden sind ebenfalls bereits fast vollständig ausgebucht», sagte die Marketingmitarbeiterin.

Auch, wenn Camper heute immer mobiler werden - die durchschnittliche Verweildauer auf Brandenburgs Campingplätzen lag zuletzt bei 3,9 Tagen - hat sich die Zahl der Dauercamper wieder etwas stabilisiert, wie Manuela von Schroedel-Siemau berichtet. «Auf einigen Plätzen gibt es sogar Wartelisten für Dauermietplätze.»

Zu wenig Personal

Größtes Problem der Branche ist der Verbandssprecherin zufolge der Mangel an gut ausgebildetem Personal. «Man muss erstmal Leute finden, die bereit sind zu arbeiten, wenn andere Ferien haben», sagte von Schroedel-Siemau. Ein weiterer Punkt sei die Qualifizierung der Mitarbeiter, woran Verband und Campingplätze aber kontinuierlich arbeiten würden.

Zudem müsse eine Regelung gefunden werden, das Personal auch über die Saison hinaus beschäftigen zu können, erklärte die Marketingmitarbeiterin. Das falle vor allem kleineren Campingplätzen schwer. «Hier sind wir gerade dabei, ein Initiativprojekt mit unserem Bundesverband auf die Beine zu stellen». Denkbar sei ihrer Ansicht nach beispielsweise eine entsprechende Förderung der Stellen. (dpa)

 
 

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