Auswärtiges Amt rät Ägypten-Urlaubern zu erhöhter Wachsamkeit

Nach den Unruhen in Ägypten hat das Auswärtige Amt Urlauber jetzt zur erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Während Reisen an die Küstenorte als unbedenklich gelten, sollten Abstecher in den Rest des Landes möglichst vermieden werden. Zudem sollte die Medienberichterstattung aufmerksam verfolgt werden.

Frankfurt. Das Auswärtige Amt wird in seiner Einschätzung der Lage im krisengeschüttelten Ägypten immer vorsichtiger: Das Ministerium forderte die Urlauber in den Badeorten am Roten Meer zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Reisen an Küstenorte wie Hurghada oder Scharm-el-Scheich seien zwar nach wie vor unbedenklich. Doch seien die Auswirkungen der Unruhen im restlichen Ägypten auf die Touristengebiete nicht absehbar, teilte das Auswärtige Amt am Dienstagnachmittag mit.

Kairoer Flughafen gilt als sicher

"Reisende werden daher gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen." Von Abstechern in den Rest des Landes rät das Ministerium weiterhin dringend ab. Lediglich der Kairoer Flughafen gilt als sicher.

Der Reisemarktführer TUI hat 5000 Gäste aus Deutschland am Roten Meer untergebracht. Die Situation sei nach Angaben der dortigen Reiseleiter ruhig und friedlich, sagte eine TUI-Sprecherin. "Es ist nichts vorgefallen, was eine Neubewertung der Lage erforderlich macht." Gäste, die ihre Reise bald antreten, riefen verstärkt in den Call Centern an und hätten viele Fragen, aber es gebe keine Stornierungswelle.

Tourismus ist Haupteinnahmequelle des Landes

Ähnlich ist die Lage beim unter Marken wie Neckermann,Öger oder Bucher bekannten Rivalen Thomas Cook. Ägypten werde weiterhin gebucht, sagte eine Sprecherin. Das Land zählt zu den zehn beliebtesten Reiseziele der Deutschen.

Die ägyptische Armee hatte den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor einer Woche gestürzt. Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen Ägyptens. (Reuters)

 
 

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