Zoo Krefeld: Nachwuchs bei den Kängurus – doch dahinter steckt eine tragische Geschichte

Der Zoo Krefeld freut sich über Nachwuchs bei den Riesenkängurus. (Archivfoto)
Der Zoo Krefeld freut sich über Nachwuchs bei den Riesenkängurus. (Archivfoto)
Foto: imago stock&people gmbh

Endlich einmal gute Nachrichten aus dem Zoo Krefeld! Känguru-Weibchen Malle hat Nachwuchs bekommen.

Doch während das Jungtier ganz nah bei Mama in ihrem Beutel sitzt, muss es dagegen auf den Papa verzichten. Grund ist der tragische Brand im Affenhaus des Zoo Krefeld im Januar 2020.

Zoo Krefeld: Nachwuchs von totem Känguru-Männchen geboren

Das graue Riesenkänguru Malle hat Nachwuchs zur Welt gebracht, wie der Zoo Krefeld auf Facebook verkündet.

Das Jungtier wird in der Umgebung von sechs weiblichen Artgenossen groß – aber ohne ihren Känguru-Papa Hennes.

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Das ist der Zoo Krefeld:

  • befindet sich in Krefeld-Bochum und wurde 1938 gegründet
  • ist etwa 14 Hektar groß und beherbergt ca.1000 Tiere aus rund 170 verschiedenen Arten
  • Schwerpunkt ist die Haltung von Menschenaffen, Großkatzen, afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vögeln
  • rund 318.430 Besucher im Jahr (2018)
  • In der Silvesternacht 2019/2020 brannte das Affenhaus vollständig nieder, über 50 Tiere starben in den Flammen. Ursache für das Feuer waren Himmelslaternen.
  • Leiter des Zoos ist Wolfgang Dreßen

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Das einzige Känguru-Männchen im Zoo war im Januar verstorben, wird seinen Nachwuchs nie umsorgen können – eine Folge des verheerenden Brandes im Affenhaus in der Silvesternacht 2019/2020.

+++ Zoo Krefeld: Nach Feuer-Inferno im Affenhaus – so geht es den beiden überlebenden Schimpansen +++

Denn: „Wir vermuten, dass Hennes an den Folgen des Stresses nach dem Brand gestorben ist“, sagt Zoosprecherin Petra Schwinn in „Bild“.

Zoo Krefeld: Geschlecht des Känguru-Babys noch unbekannt

Dafür hat das Jungtier ein „Familienmitglied“, das selbst ein tragisches Unglück miterlebte. So ist Känguru Jessy 2002 im Zoo geboren und hat als Jungtier einen schlimmen Geparden-Angriff im Gehege überlebt.

„Damals wurden die Geparden freigelassen und die Katze tötete fast die gesamte Gruppe der Riesenkängurus“, erinnert der Zoo in dem Facebook-Beitrag.

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Das Geschlecht des jüngsten Mitglieds der Känguru-Gruppe im Zoo Krefeld ist übrigens noch unbekannt: „Noch ist das Kleine schüchtern und lässt sich nicht so oft blicken. Daher wissen wir noch nicht, ob es ein männliches oder weibliches Tier ist“, so der Zoo. (kv)

 
 

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