Yvonne Gebauer: Riesige Verwirrung um Corona-Tests an NRW-Schulen – plötzlich ist doch alles anders

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Rolle rückwärts bei dem von Yvonne Gebauer (FDP) geführten Schulministerium in Nordrhein-Westfalen.

Nach massiver Kritik hat die NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer am Donnerstagabend die Entscheidung zum Umgang mit Corona-Tests an den Schulen in NRW zurückgenommen.

Yvonne Gebauer rudert mit Entscheidung zu Corona-Test zurück

Nach den Osterferien war Schluss mit den anlasslosen Corona-Tests an Schulen in NRW. Schon wegen dieser Entscheidung hagelte es massive Kritik (mehr dazu hier). Danach sorgte das Ministerium von Yvonne Gebauer für den nächsten Knall. Denn was tun mit den verbliebenen zehn Millionen Schnelltests an den Schulen im Land.

Das Schulministerium hatte eine Idee. Die überschüssigen Tests sollten abgeholt werden. Doch dieser Vorschlag sorgte für reichlich Unmut. Denn wie sich herausstellte, hatten viele Schulleiter ganz andere Pläne mit den Corona-Tests.

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Das ist Yvonne Gebauer:

  • geboren am 2. August 1966 in Köln
  • FDP-Politikerin
  • Seit 2012 Landtagsabgeordnete in NRW
  • Seit 2017: Ministerin für Schule und Bildung in NRW

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Jetzt hat Yvonne Gebauer eingelenkt. Bei der Abholung der Tests habe es sich lediglich um ein Angebot gehandelt, stellte das Ministerium nun klar: „Die Schulleitungen können entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen wollen oder ob die Tests ganz oder teilweise in den Schulen verbleiben sollen. Die Tests können dann in den Schulen sachgerecht eingelagert und, wie bislang auch, anlassbezogen eingesetzt werden“, hieß es.

In welchen Fällen die Tests nun eingesetzt werden können, darüber wurden die Schulen am Donnerstag informiert.

Verwirrung um Corona-Tests an NRW-Schulen – Yvonne Gebauer schafft endgültig Klarheit

Zuvor wurden bereits die Medien darüber informiert, dass vorhandene Testbestände „bei möglichen Verdachtsfällen zur freiwilligen Testung genutzt werden“ könnten. Viele Schulen würden allerdings lieber anlasslos weiter testen - wie es vor den Osterferien war.

Das Hin und Her sorgte beim Philologenverband NRW für Unverständnis: „Es ist unglücklich, dass wieder nicht eindeutig kommuniziert wurde und völlig offen ist, was das Ministerium nun will“, sagte die NRW-Vorsitzende Sabine Mistler laut „Aachener Zeitung“.

„Wir sind total hilflos und erfahren wieder alles aus der Presse“, zitierte die Zeitung den Leiter eines Aachener Gymnasiums.

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Bevor das Schulministerium nun für Klarheit sorgte, bezeichnete der Präsident des Lehrerverbandes NRW, Andreas Bartsch, die Vorgaben aus Düsseldorf in der „Rheinischen Post“ als „völlig überflüssig“. (ak mit dpa)