Wuppertaler Zoo: Zwergschimpanse „Bili“ von Artgenossen misshandelt und verstümmelt – Schock-Video zeigt Ausmaß der Gewalt

Zwergschimpanse Bili wurde im Wuppertaler Zoo übel zugerichtet.
Zwergschimpanse Bili wurde im Wuppertaler Zoo übel zugerichtet.
Foto: dpa

Wuppertal. Im November zog „Bili“ aus England nach Deutschland. Doch seit der Zwergschimpanse im Wuppertaler Zoo angekommen ist, wird er von seinen Artgenossen immer wieder gemobbt und verprügelt.

Auf Facebook ist nun ein Video aufgetaucht, das einen der Angriffe der Gruppe auf „Bili“ dokumentiert. Das Video von André Plambeck, einem regelmäßigen Besucher des Wuppertaler Zoos, ist über sieben Minuten lang.

Wuppertaler Zoo: Bonobo-Affen misshandeln „Bili“

Das Video zeigt auf schockierende Weise, wie die Bonobo-Gruppe „Bili“ von einem Podest auf den Boden zerrt. Dort schlagen und treten die Zwergschimpansen immer wieder auf ihren Artgenossen ein, springen auf ihn und reißen ihm am Fell.

Bili“ duckt sich nur vor den Angriffen weg, wehrt sich nicht und schreit immer wieder auf.

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Die regelmäßigen Misshandlungen von „Bili“ riefen bereits viele Tierschützer auf den Plan, es gab sogar Proteste vor dem Wuppertaler Zoo (>> hier mehr dazu), an denen auch der Urheber des Mobbing-Videos teilgenommen hatte.

Doch trotz all der Empörung um das Mobbing hält der Zoo an seine Maßnahmen zur Eingewöhnung des Bonobo-Männchens in die Gruppe fest. „In den Langzeitbeobachtungen, die derzeit mit Hilfe von Kameras getätigt werden, konnten in der vergangenen Woche zahlreiche positive Sozialkontakte zwischen Bili und anderen Gruppenmitgliedern beobachtet werden“, schreibt der Wuppertaler Zoo in einer Mitteilung.

Wuppertaler Zoo bezieht Stellung zu Mobbing-Video

Er nimmt aber auch Stellung zum Video: „Daneben treten jedoch auch immer wieder die arttypischen innerartlichen Aggressionen auf, die sich vor allem gegen Bili richten. So auch am gestrigen Mittwoch, an dem Bili von der Gruppe angegriffen und verletzt wurde.“

„An der Einschätzung des Grünen Zoos und der Spezialisten des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes sowie anderer zoologischer Einrichtung mit Erfahrung im Umgang mit Bonobos hat sich auch nach der gestrigen Attacke nichts geändert“, heißt es weiter. „Die Bemühungen zur Integration von Bili werden in Verbindung mit Maßnahmen, die eine Abschwächung der Aggressionen zum Ziel haben, weiter fortgesetzt“, heißt es weiter.

 
 

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