Wuppertal: Krasse Umstellung! Schwebebahn fährt bis nächstes Jahr nur noch eingeschränkt

Umstellung für alle, die in Wuppertal leben und arbeiten: Die beliebte Schwebebahn fährt bis 2021 nur noch eingeschränkt!
Umstellung für alle, die in Wuppertal leben und arbeiten: Die beliebte Schwebebahn fährt bis 2021 nur noch eingeschränkt!
Foto: imago images / Jochen Tack

Wuppertal. Ab Mittwoch ändert sich der Alltag vieler Menschen, die in Wuppertal leben oder arbeiten!

Denn für die kommenden zwölf Monate ist die Schwebebahn in Wuppertal nur noch eingeschränkt unterwegs. Lediglich am Wochenende ist noch ein Regelbetrieb möglich, wie die Stadt mitteilte. Montags bis donnerstags sind, so die aktuelle Planung, für Gerüstarbeiten vorgesehen, jeweils freitags werden Testfahrten stattfinden.

Wuppertal: Schwebebahn fährt ein Jahr lang nur noch eingeschränkt

Grund für den eingeschränkten Schwebebahn-Betrieb und die umfangreichen Sanierungsarbeiten sind Probleme mit den Rädern der neuen Fahrzeuggeneration sowie zahlreiche Mängel an den seit 2015 gelieferten Gelenktriebwagen. Anfang Juli hatte die WSW bekannt gegeben, dass die Betriebseinschränkung unausweichlich ist. „Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung der Mängelursachen, die Entwicklung technischer Lösungen und die Genehmigungen ein Jahr dauern wird“, erklärt WSW-Geschäftsführer Ulrich Jaeger.

Seit mehreren Wochen werden an den Wagen 1409 und 1410 bereits neue Radprofile getestet, von denen man sich einen geringeren Verschleiß erhofft. Eine weitere Option wäre die Umstellung von Vollrädern auf ein Radreifen-System, wie es bei der alten Baureihe in Gebrauch war. Um Gewicht zu sparen, verwendet der Hersteller bei der aktuellen Wagengeneration Vollreifen.

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Das ist die Wuppertaler Schwebebahn:

  • Die Hochbahn trat am 1. März 1901 ihren Dienst an
  • Sie verbindet Wuppertal-Vohwinkel auf insgesamt 13,3 Kilometern Länge mit Oberbarmen
  • Zu Werbezwecken ließ ein Zoo 1950 einen halbwüchsigen Elefanten mit der Schwebebahn fahren. Durch die ungewohnten Geräusche und die Schwingungen wurde das Tier nervös und brach wenige Meter nach dem Start durch eine Seitenwand des Zuges. „Tuffi“ hatte Glück und verletzte sich bei seinem Sturz in die Wupper kaum
  • Seit 1997 steht sie unter Denkmalschutz

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Jede technische und konstruktive Veränderung an den Fahrzeugen bedarf allerdings der Genehmigung durch die tschechische Aufsichtsbehörde TAB.

Ersatz-Busse fahren werktags als „Schwebebahn-Express“

Bis zum Sommer 2021 bedient an Werktagen der aus 29 Bussen bestehende „SchwebebahnExpress“ die Strecke. Diese halten an den bekannten Ersatzhaltestellen in der Nähe der Schwebebahnstationen. Diese sind bereits eingerichtet. Am Hauptbahnhof (Döppersberg) halten die Busse auf der Bundesallee (B7).

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Die Flotte soll in den Hauptverkehrszeiten zwischen 6.30 Uhr und 14.30 Uhr einen 4-Minuten-Takt gewährleisten. Der Ersatzverkehr startet montags bis freitags jeweils um kurz nach 5 Uhr morgens von den Endhaltestellen in Oberbarmen und Vohwinkel. Betriebsschluss ist um 23.30 Uhr. Jaeger betont: „Sollten die Kapazitäten wider Erwarten für das Fahrgastaufkommen nicht ausreichen, werden die WSW das Angebot anpassen.“

Sonderregelung für 9-Uhr-Ticket-Inhaber

Für tausende Abo-Kunden der 9-Uhr-Tickets wird es eine besondere Kulanzregelung geben. In den Mobi-Centern am Wall und am Alten Markt in Barmen werden Ihre Chipkarten in Voll-Abos umgetauscht. Ulrich Jaeger: „Für die Kunden der Tickets bedeutet das, dass sie ohne Bedenken auch schon vor 9 Uhr einsteigen können.“

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„Wir werden alles tun, um die Schwebebahn im Sommer 2021 wieder im Regelbetrieb fahren zu lassen und sie wieder zu dem Verkehrsmittel zu machen, das unsere Stadt auszeichnet“, erläutert WSW-Chef Markus Hilkenbach. (vh, at)

 
 

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